So funktioniert HANGCOUNT
HANGCOUNT ist eine RFID-Bestandsführung für Modeläden, Boutiquen und Sportfachgeschäfte: Jedes Warenstück bekommt einmalig ein RFID-Etikett, das mit dem vorhandenen Barcode verknüpft wird — danach dauert eine vollständige Inventur ein bis zwei Stunden statt eines Wochenendes. Der Film oben zeigt den gesamten Ablauf in 55 Sekunden, ohne Ton.
Wie wird ein Artikel ausgezeichnet?
Die Mitarbeiterin nimmt das Teil vom Ständer und erfasst es mit dem Handheld. Dafür gibt es zwei Wege: den vorhandenen Barcode scannen, oder die Artikelnummer vom Etikett eintippen und den Treffer aus der Liste wählen. Beides führt zum selben Ergebnis.
Danach druckt der RFID-Drucker im Laden das Etikett. Auf der sichtbaren Seite stehen Preis, Artikelnummer und Barcode; im Inneren liegen Antenne und Chip, die man nicht sieht. Im selben Arbeitsgang wird der Chip beschrieben und die Verbindung zwischen Chip und Barcode gespeichert. Das Etikett wird auf das Hangtag geklebt — fertig.
Wie lange dauert das Auszeichnen pro Teil?
Erfassen, drucken, kleben dauert zusammen etwa zwölf bis dreizehn Sekunden. Eine geübte Kraft schafft damit rund 200 bis 300 Teile pro Stunde. Das ist der einzige größere Aufwand am Anfang: Der vorhandene Bestand muss einmal komplett getaggt werden. Neue Ware wird danach beim Wareneingang mitausgezeichnet und läuft nebenher.
Woran sieht man, dass ein Artikel angelegt ist?
An der Kasse öffnet die Mitarbeiterin den Bestand und sieht jede ausgezeichnete Zeile mit einem grünen Haken. Grün bedeutet in der HANGCOUNT-App ausschließlich: Soll und Ist stimmen überein. Es gibt keine zweite Bedeutung und keine dekorative Verwendung dieser Farbe.
Wie läuft die Inventur am nächsten Morgen ab?
Die Mitarbeiterin schließt den Laden auf, schaltet das Handheld ein und geht einmal an Fläche und Lager vorbei. Sie muss nichts anfassen, nichts hochheben und nichts einzeln scannen — das Gerät liest die Etiketten durch die Luft, auch durch Stapel und Kartons hindurch. Ein Handheld erfasst dabei rund 700 Teile pro Minute.
Auf dem Bildschirm laufen die Artikel mit. Jede Zeile zeigt Sollbestand und Ist-Bestand nebeneinander. Stimmen beide überein, erscheint der grüne Haken; fehlt ein Stück, steht in der Zeile eine −1.
Was passiert mit den gezählten Zahlen?
Am Ende steht die Mitarbeiterin wieder an der Kasse, geht die Liste durch und bestätigt den Bestand. Die geprüften Zahlen gehen als CSV- oder Excel-Datei an das Kassensystem — oder direkt an den Webshop, damit die angezeigte Verfügbarkeit stimmt. Das Kassensystem selbst bleibt unverändert; es muss weder gewechselt noch umgestellt werden.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine RFID-Inventur?
Für einen Laden mit rund 4.000 Teilen ein bis zwei Stunden. Ein Handheld liest etwa 700 Teile pro Minute; die übrige Zeit geht für den Weg durch den Laden und das Klären von Differenzen drauf.
Muss ich mein Kassensystem wechseln?
Nein. HANGCOUNT läuft neben dem Kassensystem. Der gezählte Bestand wird per CSV oder Excel übergeben — ein Format, das praktisch jedes System einlesen kann.
Was passiert mit meinen bestehenden Barcodes?
Die bleiben. Das RFID-Etikett wird einmalig mit dem Barcode verknüpft; danach ist derselbe Artikel auf beiden Wegen auffindbar.
Sind RFID-Etiketten am Kleidungsstück sichtbar?
Das Etikett sitzt auf dem Hangtag und sieht aus wie ein normales Preisetikett. Antenne und Chip liegen in einer Zwischenschicht und sind von außen nicht zu erkennen.
Wie viel Aufwand ist das Auszeichnen des vorhandenen Bestands?
Etwa zwölf bis dreizehn Sekunden pro Teil, also rund 200 bis 300 Teile pro Person und Stunde. Bei 4.000 Teilen sind das grob 15 bis 20 Arbeitsstunden — einmalig.
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