MEFERI ME87: Handheld mit RFID im Prozessor
Der ME87 ist ein Android-Handheld, bei dem die UHF-RFID-Einheit nicht als Steckmodul auf der Platine sitzt, sondern im Prozessor selbst. Das ist technisch der interessanteste Ansatz, den wir in dieser Rubrik gesehen haben — und gleichzeitig das Gerät mit den größten offenen Fragen. Zwei Meter Reichweite sind für eine schnelle Vollinventur wenig, und eine europäische Funkzulassung für UHF-RFID ist im Datenblatt nicht ausgewiesen. Diese Seite ordnet beides ein, mit Zahlen und offen benannten Lücken.
- Was der ME87 ist — und was nicht
- RFID im Prozessor: was das architektonisch bedeutet
- RFID-Leistung: Reichweite, Tags pro Sekunde, Frequenzen
- Technische Daten im Überblick
- Im Modeladen: 4.000 Teile auf 120 Quadratmetern
- Verfügbarkeit, Zulassung, offene Punkte
- Wofür dieses Gerät nicht taugt
- Preis und Folgekosten
- Zubehör, Laden und Software
- Alternativen im Vergleich
- EU-Funkzulassung: was gilt
- Häufige Fragen
Was der ME87 ist — und was nicht
Der MEFERI ME87 ist ein robuster Android-Handheld im Smartphone-nahen Format mit 5G, Wi-Fi 7, Barcode-Scan-Engine, NFC und einer UHF-RFID-Einheit, die laut Hersteller im Prozessor integriert ist. Er ist kein Aufsteck-Sled und kein Pistolengriff-Gerät. Für Warenannahme, Preisauszeichnung und gezielte Artikelsuche ist er gut geeignet. Für die schnelle Vollinventur einer Verkaufsfläche ist die Reichweite von zwei Metern zu kurz.
Zur Schreibweise gleich vorweg, weil sie in Suchanfragen und Preislisten durcheinandergeht: Der Hersteller heißt MEFERI, nicht MIFERI. MEFERI Technologies Co., Ltd. sitzt in Chengdu in der Provinz Sichuan — nicht, wie häufig unterstellt, in Shenzhen. Neben dem ME87 führt das Unternehmen die Handhelds ME61, ME63 und ME74, den mobilen Drucker MP30 und das Headset MH50. Wer nach „MIFERI ME87“ sucht, meint dieses Gerät.
Der ME87 gehört zu einer Geräteklasse, die es so vor zwei Jahren noch nicht gab: ein Handheld, das äußerlich wie ein etwas dickeres Smartphone aussieht, innen aber Enterprise-Technik trägt — wechselbarer Akku mit Hot-Swap, IP68, Sturzfestigkeit aus 1,5 Metern, eine echte Scan-Engine statt Kamera-Decoding, dazu 5G und Wi-Fi 7. Alle Angaben auf dieser Seite stammen aus dem offiziellen Specification Sheet von MEFERI, das uns vorliegt. Es sind Herstellerangaben. Wir haben kein Gerät vermessen, und es gibt nach unserer Recherche auch keine unabhängigen Messwerte, gegen die man sie halten könnte.
Wichtig für die Einordnung: Der ME87 ist im Kern ein Mobilcomputer mit RFID-Funktion, nicht ein RFID-Lesegeraet mit Computerfunktion. Dieser Unterschied klingt akademisch, entscheidet aber über den Einsatz. Ein Zebra RFD40 oder ein TC22R ist um die RFID-Antenne herum gebaut: große Antennenfläche, Pistolengriff, Trigger, alles auf Dauer-Erfassung ausgelegt. Der ME87 ist um Display und Mobilfunk herum gebaut, und die RFID-Funktion nutzt mit, was ohnehin da ist. Das ist elegant, hat aber physikalische Konsequenzen, die wir im nächsten Abschnitt aufdröseln.
- Bauform
- eigenständiger Android-Handheld, kein Sled
- RFID-Engine
- im Prozessor integriert (Qualcomm QCM6690)
- Reichweite
- max. 2 m über gemeinsam genutzte WWAN/5G-Antenne
- Lesegeschwindigkeit
- bis 200 Tags/Sekunde
- UHF-Band
- 860–960 MHz, „region dependent“
- Protokolle
- ISO/IEC 18000-63, EPC Class-1 Gen2 V2
- Prozessor / Speicher
- Qualcomm QCM6690, 8 GB LPDDR5, 128 GB UFS 3.1
- Betriebssystem
- Android 16, upgradefähig bis Android 18
- Robustheit
- IP68, Sturz 1,5 m, −20 °C bis +50 °C
- Gewicht
- 290 g mit Akku, 205 g ohne
- Preis
- nicht öffentlich
- Verfügbarkeit EU
- kein erkennbarer Vertriebskanal, Stand 08/2026
RFID im Prozessor: was das architektonisch bedeutet
In jedem bisherigen RFID-Handheld steckt ein eigenes UHF-Modul: ein Chip mit Sender, Empfänger und Decoder, der über eine Schnittstelle mit dem Hauptprozessor spricht. Beim ME87 übernimmt laut Datenblatt der Anwendungsprozessor selbst diese Aufgabe. Es entfällt ein kompletter Baustein samt Stromversorgung, Platinenfläche und Datenschnittstelle.
Um zu verstehen, warum das ein Bruch mit dem bisherigen Aufbau ist, lohnt der Blick auf die zwei etablierten Bauweisen.
Bauweise eins: das Aufsteck-Sled
Der klassische Weg. Ein vorhandener Mobilcomputer bekommt ein Modul angesteckt oder per Bluetooth gekoppelt, das den kompletten RFID-Teil enthält: Reader-Chip, Leistungsendstufe, eine große Antenne im Griff, ein eigener Akku. Der Zebra RFD40 ist das Musterbeispiel. Der Vorteil ist die Leistung — eine dedizierte, große Antenne bringt Reichweite. Der Nachteil ist die Zwei-Geräte-Logik: zwei Akkus, zwei Ladeschalen, ein passender Adapter, zwei Firmwarestände. Und rund 780 Gramm Gesamtgewicht in der Hand.
Bauweise zwei: das integrierte Modul
Der zweite Weg baut den RFID-Reader fest ins Gerät ein, meist ein Modul der Impinj-E710-Klasse mit eigener Antenne im Gehäuse. Der Zebra TC22R ist so gebaut. Ein Gerät, ein Akku, eine Ladeschale — und trotzdem hohe Leistung, weil die Antenne konstruktiv Platz bekommt. Der Preis dafür ist Bauraum, Gewicht und Stromverbrauch. Ein solches Modul zieht auch dann Strom, wenn es nur bereitsteht.
Bauweise drei: die Engine im Prozessor
Genau hier setzt der ME87 an. MEFERI beschreibt den Qualcomm QCM6690 als erste Prozessorarchitektur mit vollständig integrierter UHF-RAIN-Verarbeitung — kein externes Decodiermodul, die Signalverarbeitung läuft in Blöcken, die ohnehin auf dem Die sitzen. Diese Aussage „erste Architektur dieser Art“ ist eine Herstellerbehauptung; wir haben sie nicht unabhängig verifizieren können und geben sie deshalb als solche wieder.
Was daraus folgt, ist gut nachvollziehbar. Erstens der Stromverbrauch: Was der Hauptprozessor nebenbei erledigt, braucht kein eigenes Versorgungsnetz und keinen Standby-Strom. MEFERI nennt genau das als Vorteil, ohne Zahlen zu liefern. Zweitens der Bauraum: Ein Modul, das nicht existiert, braucht keine Platine. Deshalb wiegt der ME87 mit Akku 290 Gramm, während ein TC22R bei 569 Gramm und eine Kombination aus Handheld und Sled bei rund 780 Gramm liegt. Drittens die Latenz: Es gibt keine Schnittstelle zwischen Reader-Chip und Anwendungsprozessor, über die Daten geschoben werden müssten. Ob sich das in der Praxis bemerkbar macht, sagt das Datenblatt nicht; wir können es nicht beziffern.
Die Antenne ist der Haken
Der eigentliche Kompromiss steht ebenfalls im Datenblatt, nur unauffällig: Gelesen wird über die gemeinsam genutzte WWAN-Antenne, also die Antenne, die das Gerät für 5G und LTE braucht. Genau daher kommt die Angabe von maximal zwei Metern. Eine Antenne, die primär für Mobilfunkbänder ausgelegt ist, erreicht im UHF-RFID-Band nicht den Gewinn einer eigens dafür konstruierten Antenne, und mehr Bauraum als ein 16 Millimeter flaches Gehäuse gibt es nicht herzugeben. Diese Begründung liefert das Datenblatt nicht mit — sie ist unsere fachliche Einordnung, kein Herstellerzitat.
Dagegen setzt MEFERI eine Erweiterung: Über den rückseitigen zehnpoligen POGO-Anschluss lässt sich laut Datenblatt eine kompakte UHF-Antenne anschließen, die das Gerät „zu einem vollwertigen RFID-Terminal“ macht. Das ist der spannendste Satz des ganzen Dokuments — und der am wenigsten belegte. Welche Reichweite mit dieser Antenne erreicht wird, nennt das Datenblatt nicht. Ein Produktname, eine Artikelnummer oder ein Preis steht ebenfalls nicht darin, und in der Liste des optionalen Zubehörs — Single-Slot-Cradle, 4-Slot-Cradle, 4-Slot-Batterieladegerät — taucht sie nicht auf. Diese Antenne ist damit derzeit nicht belegbar verfügbar. Solange das so bleibt, gelten für eine Planung die zwei Meter.
Kurz gesagt: Die Integration in den Prozessor löst ein Kosten-, Bauraum- und Stromproblem. Sie löst das Antennenproblem nicht. Reichweite entsteht aus Antennenfläche und Sendeleistung, nicht aus Rechenleistung — und beides bleibt in einem 16 Millimeter flachen Gehäuse knapp.
Eine Randnotiz zur Prozessorbezeichnung, weil sie für Verwirrung sorgt: MEFERI nennt für den ME87 den Qualcomm QCM6690 (FP1), Octa-core mit 2,0 GHz auf einer 4-Nanometer-Plattform. Zebra nennt für den kommenden TC201 den Qualcomm Dragonwing Q-6690. Die Bezeichnungen liegen offensichtlich nah beieinander, und Qualcomm hat die Q-6690-Plattform erst im Oktober 2025 vorgestellt. Ob es sich um dieselbe Siliziumbasis handelt, ist aus den öffentlichen Dokumenten nicht zweifelsfrei belegbar — wir setzen die beiden Namen deshalb nicht gleich.
Reichweite, Tags pro Sekunde, Frequenzen
Laut Datenblatt liest der ME87 bis zu 200 Tags pro Sekunde auf maximal 2 Metern und beherrscht ISO/IEC 18000-63 sowie EPC Class-1 Gen2 V2. Das UHF-Band ist mit 860 bis 960 MHz angegeben, „region dependent“ — eine konkrete europäische Konfiguration von 865 bis 868 MHz nennt das Dokument nicht, ebenso wenig eine Sendeleistung in dBm.
Zwei Meter klingen zunächst nicht dramatisch wenig. In der Praxis ist der Wert allerdings ein Freifeldwert unter günstigen Bedingungen: ein Etikett, freie Sichtlinie, keine Dämpfung. Im Modeladen arbeiten Sie gegen Textil, das Feuchtigkeit trägt, gegen verchromte Metallständer, die reflektieren, und gegen dicht gestapelte Ware, bei der die äußeren Etiketten die inneren abschatten. Aus zwei Metern Freifeld werden dann realistisch ein bis anderthalb Meter. Das ist kein Makel dieses Geräts, sondern Physik — sie trifft jedes UHF-System. Nur fällt sie hier stärker ins Gewicht, weil vom Ausgangswert weniger übrig ist.
Die Leserate von 200 Tags pro Sekunde ist dagegen ein solider Wert. Zum Vergleich: Der Zebra EM45 RFID kommt auf 20 Tags pro Sekunde, der angekündigte TC201 auf rund 200, der TC22R und der RFD40 auf bis zu 1.300. Der ME87 liegt damit im soliden Mittelfeld — und, das ist der Punkt dieser Seite, das reicht völlig. Die Leserate ist bei einer Ladeninventur praktisch nie der Engpass. Wir rechnen das im Praxisabschnitt vor.
Zur Antikollision, weil danach oft gefragt wird: EPC Gen2 ist ein Zeitschlitzverfahren. Die Etiketten antworten nicht gleichzeitig, sondern nacheinander in vom Reader vorgegebenen Zeitfenstern. Was ein Datenblatt als „Tags pro Sekunde“ angibt, ist deshalb immer ein Durchsatz unter Idealbedingungen mit bekannter Tag-Population. Stehen sehr viele Etiketten sehr dicht, sinkt der reale Durchsatz, weil mehr Kollisionen aufgelöst werden müssen. Bei 200 Tags pro Sekunde ist der Puffer nach oben aber groß genug, dass das im Modehandel keine Rolle spielt.
| Merkmal | Angabe | Quelle / Status |
|---|---|---|
| Bauart der Leseeinheit | im Prozessor integriert (Qualcomm QCM6690), kein externes Decodiermodul | Herstellerdatenblatt |
| Protokolle | ISO/IEC 18000-63, EPC Class-1 Gen2 V2 | Herstellerdatenblatt |
| Frequenzbereich | 860–960 MHz | Herstellerdatenblatt, „region dependent“ |
| EU-Bandkonfiguration 865–868 MHz | nicht ausgewiesen | nicht verifizierbar — vor Beschaffung schriftlich bestätigen lassen |
| Sendeleistung | keine Angabe in dBm oder ERP | nicht verifizierbar |
| Max. Lesereichweite | 2 m | Herstellerdatenblatt, über gemeinsam genutzte WWAN-Antenne |
| Praxisreichweite Textil | rund 1–1,5 m | eigene Einordnung, kein Messwert |
| Lesegeschwindigkeit | bis 200 Tags/s | Herstellerdatenblatt |
| Externe UHF-Antenne | über 10-poligen POGO-Anschluss vorgesehen | Herstellerdatenblatt, ohne Reichweitenangabe, ohne Artikelnummer, nicht in der Zubehörliste |
| Schreiben von Tags | keine Angabe | nicht verifizierbar |
| Batch- bzw. Offline-Speichermodus | keine Angabe | nicht verifizierbar |
| RFID-SDK | keine Angabe im Datenblatt | nicht verifizierbar |
Alle Werte in dieser Tabelle stammen aus dem offiziellen MEFERI ME87 Specification Sheet (englische Fassung), das dem Projekt vorliegt. Es handelt sich um Herstellerangaben ohne unabhängige Verifikation. Wo das Datenblatt schweigt, steht das ausdrücklich in der Tabelle.
Technische Daten im Überblick
Der ME87 ist ein 290 Gramm leichtes Android-16-Gerät mit 6-Zoll-FHD+-Display, Zebra-SE4780-Scan-Engine, 8 GB RAM, 128 GB Speicher, IP68, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, UWB, 5G und einem wechselbaren 5.000-mAh-Akku mit Hot-Swap. Auf dem Papier ist die Ausstattung durchweg auf dem aktuellen Stand.
| Merkmal | Angabe (Herstellerdatenblatt) |
|---|---|
| Bauform | eigenständiger Android-Handheld im Smartphone-nahen Format, kein Sled, kein Pistolengriff |
| Display | 6,0″ FHD+ IPS, 1080 × 2160, 16,7 Mio. Farben, 500 nit, Luxibright-Backlight, Corning Gorilla Glass III (0,7 mm), Multi-Mode-Touch für nasse Finger und Handschuhe; Scannerfenster mit eigenem Schutzrahmen |
| Prozessor | Qualcomm QCM6690 (FP1), Octa-core 2,0 GHz — 1 × Prime, 3 × Gold, 4 × Silver, 4-nm-Plattform |
| Speicher | 8 GB LPDDR5 RAM + 128 GB UFS 3.1, getrenntes Design; microSD (T-Flash) bis 1 TB |
| Betriebssystem | Android 16 mit GMS und AER, upgradefähig bis Android 18; Google-Sicherheitsupdates ab Freigabe für mindestens fünf Jahre; Update über SD-Karte und OTA |
| Scan-Engine | SE4780 1D/2D, optional SE4730 oder SE4770; PRZM Intelligent Imaging, Global Shutter, hohe Bewegungstoleranz, liest beschädigte Codes und Codes vom Display |
| Kamera | 16 MP hinten mit weißer LED und Taschenlampenmodus, 8 MP vorne, 1080p |
| NFC | NXP PN7221; ISO/IEC 14443 A/B, ISO/IEC 15693, NFC-Forum-Tags 1–5, MIFARE Classic 1K/4K, MIFARE DESFire, FeliCa, Apple ECP 1.0/2.0 mit VAS, EMVCo 3.x contactless compliant |
| UHF-RFID | im Prozessor integriert; ISO/IEC 18000-63, EPC Class-1 Gen2 V2; 860–960 MHz region dependent; bis 200 Tags/s; max. 2 m über gemeinsam genutzte WWAN/5G-Antenne |
| Funk | Wi-Fi 7 (802.11 a/b/g/n/ac/ax/be, 2×2 MIMO, DBS, 2,4/5/6 GHz, Kanalbreiten 20/40/80/160 MHz) · Bluetooth 6.0 mit BLE (HFP, A2DP, AVRCP, OPP, SPP, GATT) · UWB integriert · 5G Sub-6, 4G LTE FDD/TDD, WCDMA nach 3GPP Release 15 · Dual-Frequenz-GNSS (GPS L1/L5, GLONASS, Galileo, BeiDou) |
| SIM | Dual-Nano-SIM als 2-in-1-Hybrid oder Nano-SIM plus microSD |
| Akku | 5.000 mAh wechselbar mit Gas-Gauge; über 80 % Restkapazität nach 500 Ladezyklen; QC 4.0, voll in bis zu 2,5 Stunden; Hot-Swap über eingebauten 90-mAh-Pufferakku mit bis zu 30 Sekunden Weiterbetrieb |
| Maße | 166,8 × 78,02 × 16,2 mm |
| Gewicht | 290 g mit Akku, 205 g ohne |
| Schutzart | IP68 |
| Sturz und Stoß | 1,5 m (5 ft) mehrfach auf Beton über den gesamten Betriebstemperaturbereich, mit zertifiziertem Testbericht; 1.000 Tumbles aus 0,5 m; Vibration 10.000 rpm/min; Thermoschock −35 °C bis 75 °C; ESD ±15 kV Luft, ±8 kV Kontakt |
| Temperatur | Betrieb −20 °C bis +50 °C, Lagerung −30 °C bis +60 °C, Luftfeuchte 10–90 % nicht kondensierend |
| Anschlüsse | USB Type-C 3.0 mit QC 4.0 (27 W), PD 3.0 und OTG; 10-poliger rückseitiger POGO-Anschluss für Zubehör; 2-poliger POGO zum Laden (5 V/3 A) |
| Audio | zwei rauschunterdrückende Mikrofone, Ohrhörer, 1 W RMS Stereolautsprecher, 85–90 dB SPL in 0,1 m |
| Sensoren | Licht, Näherung, Magnetometer (eCompass), 3-Achsen-Beschleunigung (±15 % Genauigkeit), Gyroskop, optional Barometer |
| Sicherheit | Qualcomm TEE 5.4, Transparent Memory Encryption (TME 2.0), Hardware-Krypto-Engines, Secure Boot, Verified Boot |
| Garantie | 12 Monate Hardwaregarantie ab Versand; erweiterte Abdeckung über das Serviceprogramm MEFERI MeCare |
Was an dieser Ausstattung wirklich zählt
Drei Punkte heben den ME87 über das übliche Niveau, und zwar unabhängig von der RFID-Frage.
Erstens der Sturztest. Fast alle Hersteller geben eine Sturzhöhe an. Der Zusatz „über den gesamten Betriebstemperaturbereich“ ist dagegen selten — er bedeutet, dass die 1,5 Meter auch bei −20 °C gelten, wo Kunststoffe spröder werden. Dass MEFERI dazu einen zertifizierten Testbericht nennt, ist ein gutes Zeichen. Uns liegt dieser Bericht allerdings nicht vor.
Zweitens der Hot-Swap mit 30 Sekunden Puffer. Ein eingebauter 90-mAh-Akku hält das Gerät beim Akkuwechsel am Leben. Das klingt nach einem Detail, ist im Inventurbetrieb aber praktisch relevant: Sie tauschen mitten in der Erfassung den Akku, ohne dass die Sitzung abbricht, ohne Neustart, ohne Anmeldung. Zusammen mit über 80 % Restkapazität nach 500 Zyklen bedeutet das eine realistische Nutzungsdauer von mehreren Jahren, bevor Ersatzakkus fällig werden.
Drittens das Update-Versprechen. Android 16 ab Werk, Upgrade-Pfad bis Android 18, Sicherheitsupdates für mindestens fünf Jahre. Bei Geräten, die im Handel sieben oder acht Jahre laufen sollen, ist das kein Nebenpunkt. Zum Vergleich: Beim TC22R ist Android 16 die letzte unterstützte Version, und selbst diese Angabe stammt von Distributoren, nicht aus Zebras offizieller Versionstabelle.
Im Modeladen: 4.000 Teile auf 120 Quadratmetern
Bei 200 Tags pro Sekunde sind 4.000 Etiketten rechnerisch in rund 20 Sekunden gelesen. Die Lesezeit ist damit nie der Engpass. Der Engpass ist der Laufweg: Bei zwei Metern Reichweite müssen Sie an jeden Ständer, jeden Stapel und jedes obere Regalbord heran. Unsere Hochrechnung für diese Fläche liegt bei zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden — gegenüber ein bis zwei Stunden mit einem Gerät mit sechs Metern Reichweite.
Rechnen wir es sauber durch. Angenommen sei ein typischer inhabergeführter Modeladen: 120 Quadratmeter Verkaufsfläche, rund 4.000 Teile im Bestand, davon etwa 3.200 auf der Fläche und 800 im Lager, in der Reserve unter den Tischen und im Schaufenster. Auf der Fläche stehen rund 60 Warenträger: Rundständer, Doppelständer, Wandschienen mit mehreren Ebenen, Mitteltische mit gestapelten Pullovern, dazu ein paar Regalwände.
Schritt 1: die reine Lesezeit
4.000 Etiketten geteilt durch 200 Tags pro Sekunde ergibt 20 Sekunden. Selbst wenn man großzügig den halben Durchsatz ansetzt, weil Etiketten mehrfach erfasst und Kollisionen aufgelöst werden, landet man bei unter einer Minute. Zum Vergleich: Ein Gerät mit 1.300 Tags pro Sekunde bräuchte drei Sekunden. Der Unterschied zwischen 20 Sekunden und 3 Sekunden ist in einer Inventur, die Stunden dauert, ohne jede Bedeutung. Merken Sie sich diese Zahl: Wer Handhelds über die Leserate vergleicht, vergleicht die falsche Größe.
Schritt 2: der Laufweg bei zwei Metern
Bei zwei Metern nominal — praktisch eher ein bis anderthalb Meter zwischen Textil — erfassen Sie einen Rundständer nicht mehr aus dem Gang. Sie müssen einmal um ihn herum, das Gerät auf Hüfthöhe und einmal auf Kopfhöhe führen, bei dicht gepackten Ständern die Ware kurz auffächern. Ein oberes Regalbord in zwei Metern Höhe erreichen Sie nur mit ausgestrecktem Arm. Einen Stapel Pullover auf dem Mitteltisch tasten Sie von zwei Seiten ab, weil die äußeren Teile die inneren abschatten.
Setzen wir dafür 60 bis 90 Sekunden pro Warenträger an, inklusive Positionswechsel und kurzem Blick auf den Zähler. Bei 60 Trägern und im Mittel 75 Sekunden sind das 75 Minuten reines Abtasten der Verkaufsfläche. Dazu kommen: Lager und Reserve mit rund 800 Teilen, meist dichter gepackt und damit langsamer, geschätzt 30 bis 40 Minuten. Schaufenster, Umkleiden und Kassenbereich noch einmal 10 Minuten. Und die Nacharbeit — nicht gelesene Teile suchen, Etiketten prüfen, Abweichungen klären — realistisch 30 bis 60 Minuten.
Summe: rund zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden für eine Person. Das ist eine Hochrechnung von uns auf Basis der Herstellerangaben, keine Messung.
Schritt 3: derselbe Laden mit sechs Metern Reichweite
Mit einem Gerät der 6-Meter-Klasse, etwa dem RFD40, ändert sich die Bewegung grundlegend. Sie gehen den Gang entlang und schwenken das Gerät; ein Rundständer wird im Vorbeigehen erfasst, die oberen Regalböden ebenfalls, weil Sie nicht mehr herankommen müssen. Statt 75 Sekunden pro Träger reichen 20 bis 30 Sekunden, und viele Träger werden nebenbei mit erfasst. Aus 75 Minuten werden rund 25. Mit Lager, Nebenflächen und Nacharbeit landen Sie bei ein bis zwei Stunden — das ist der Wert, mit dem wir bei HANGCOUNT rechnen, und auch das ist eine eigene Hochrechnung, kein garantierter Wert.
Eine zweite Gegenprobe: Als Erfahrungswert für ein Handheld mit ausreichender Reichweite gilt eine effektive Erfassung von rund 700 Teilen pro Minute im laufenden Ladenbetrieb (Herstellerangabe). 4.000 Teile wären danach in knapp sechs Minuten reiner Erfassung durch. Auch dieser Wert zeigt: Die Elektronik ist nie das Problem. Der Mensch, der läuft, ist das Zeitbudget.
Kurz gesagt: Zwischen 200 und 1.300 Tags pro Sekunde liegen in diesem Laden 17 Sekunden. Zwischen zwei und sechs Metern Reichweite liegen etwa anderthalb Stunden. Bei einer Inventur, die einmal oder zweimal im Jahr stattfindet und für die der Laden geschlossen bleibt, entscheidet genau diese anderthalb Stunden darüber, ob die Inventur vor oder nach dem Mittag fertig ist.
Wofür zwei Meter dagegen völlig reichen
Das ist die andere Seite. Es gibt eine ganze Reihe von Aufgaben im Laden, bei denen kurze Reichweite kein Nachteil, sondern ein Vorteil ist, weil Sie gezielt ein Teil erfassen wollen und nicht versehentlich den halben Nachbarständer.
- Wareneingang: Ein Karton wird geöffnet, der Inhalt gegen den Lieferschein gelesen. Der Karton liegt vor Ihnen, zwei Meter sind mehr als genug.
- Auszeichnen neuer Kollektionen: Etikett anbringen, mit dem vorhandenen Barcode „verheiraten“, weiter zum nächsten Teil. Reine Nahfeldarbeit.
- Artikelsuche: Eine Kundin fragt nach Größe 38 in Blau. Sie starten die Suche und gehen die Fläche ab, bis der Ton lauter wird.
- Stichproben-Zählungen: Ein Warenträger, eine Warengruppe, ein Regal — einmal pro Woche statt einmal pro Jahr.
- Kassieren: Mit EMVCo-fähigem NFC könnte dasselbe Gerät theoretisch auch die Zahlung annehmen. Dazu gleich mehr.
Das Kassen-Argument: ein Gerät für Bestand und Bezahlung
Ein Punkt verdient eigene Aufmerksamkeit, weil er für kleine Läden mit einer einzigen Kasse wirtschaftlich interessant ist. Das NFC-Modul des ME87 ist ein NXP PN7221, und das Datenblatt weist es ausdrücklich als EMVCo 3.x contactless compliant aus, mit Unterstützung für Apple ECP 1.0/2.0 einschließlich VAS. Das ist die Hardwarebasis für SoftPOS — Kartenzahlung direkt auf dem Gerät, ohne separates Terminal.
Denken Sie das für eine Boutique zu Ende: ein Gerät, mit dem Sie morgens die Neuware auszeichnen, mittags den Bestand zählen, nachmittags einer Kundin das Teil aus dem Lager suchen und ihr an der Kabine direkt die Karte abnehmen. Das spart nicht nur ein Terminal, es spart einen Weg zur Kasse.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens ist die Hardware nur die Voraussetzung; ob eine konkrete Bezahl-App auf einem konkreten Gerät betrieben werden darf, entscheiden Zahlungsdienstleister und Zertifizierungsstellen. Eine solche Zulassung für den ME87 ist uns nicht bekannt und im Datenblatt nicht behauptet. Zweitens gilt auch hier der Vorbehalt aus dem nächsten Abschnitt: Ein Gerät, das man in Deutschland nicht beziehen kann, löst kein Kassenproblem.
Verfügbarkeit, Zulassung, offene Punkte
Der ME87 ist zum Stand 26.08.2026 in Deutschland nicht regulär beziehbar. Die Produktseite von MEFERI ist eine Early-Access-Registrierung, es gibt keinen öffentlichen Preis, keinen erkennbaren europäischen Vertriebskanal und keine auffindbare FCC-Zulassung für dieses Modell. Vor allem: Das Datenblatt nennt für Europa keine Funkprüfnorm für UHF-RFID.
Dieser Abschnitt steht bewusst vor dem Preis- und Vergleichsteil, weil er alles andere relativiert. Ein Gerät mit hervorragenden Daten, das nicht lieferbar und dessen Funkkonformität für Europa nicht belegt ist, ist für eine Beschaffung heute schlicht nicht verwendbar — unabhängig davon, wie gut es sich liest.
| Punkt | Stand 26.08.2026 |
|---|---|
| Produktseite MEFERI | Registrierung für Early Access; Datenblatt und Renderings erst nach Anmeldung |
| Öffentlicher Preis | keiner, weder in Euro noch in US-Dollar |
| Europäischer Vertriebskanal | nicht erkennbar; kein deutscher oder EU-Distributor auffindbar |
| FCC-Zulassung ME87 | nicht auffindbar — für die Modelle ME61 und ME63 dagegen belegt (Grantee-Code 2A9LJ) |
| Prozessorplattform | Qualcomm stellte die zugrundeliegende Q-6690-Plattform erst im Oktober 2025 vor |
| Zertifizierungen laut Datenblatt | GMS & AER, CE, FCC, RoHS, IEC, MSDS, EMC, SRRC, CCC, UN38.3 |
| Europäische Normen laut Datenblatt | EN 60950-1 (2. Ed. + A11 + A1 + A12 + A2:2013), IEC 60950-1 (2. Ed. + A1 + A2), EN 55032 Klasse B, EN 55024, EN 61000-3-2, EN 61000-3-3 |
| Funkprüfnorm UHF-RFID (ETSI EN 302 208) | im Datenblatt nicht aufgeführt |
| UHF-Bandangabe | „860–960 MHz, region dependent“ — ohne europäische Konfiguration 865–868 MHz |
| Garantie | 12 Monate ab Versand; Erweiterung über MEFERI MeCare |
Warum die fehlende Funkprüfnorm der wichtigste Punkt ist
Die im Datenblatt genannten europäischen Normen sind allesamt Sicherheits- und EMV-Normen. EN 60950-1 ist die alte Gerätesicherheitsnorm für Informationstechnik. EN 55032 und EN 55024 regeln Störaussendung und Störfestigkeit, EN 61000-3-2 und -3-3 die Netzrückwirkungen. Keine dieser Normen sagt etwas darüber aus, ob ein Funksender im UHF-RFID-Band die europäischen Vorgaben einhält. Dafür ist ETSI EN 302 208 zuständig, und die steht dort nicht.
Das ist kein Beweis dafür, dass das Gerät nicht konform ist. Datenblätter sind unvollständig, und ein Hersteller, der CE angibt, muss die Funkanlagenrichtlinie erfüllen. Es ist aber genau die Lücke, die man bei einem UHF-Gerät nicht offen lassen darf — erst recht nicht, wenn das Band im selben Dokument mit „860–960 MHz, region dependent“ angegeben ist, also den gesamten weltweiten UHF-Bereich einschließlich der amerikanischen 902 bis 928 MHz umfasst. Ein Gerät in US-Konfiguration darf in Deutschland nicht betrieben werden.
Was Sie vor einer Beschaffung schriftlich brauchen: die Bestätigung des Herstellers, dass das gelieferte Gerät in der europäischen Bandkonfiguration 865 bis 868 MHz arbeitet, dazu die EU-Konformitätserklärung mit Nennung von ETSI EN 302 208 und der maximalen Sendeleistung in ERP. Ohne diese beiden Dokumente ist eine Beschaffung für den deutschen Markt nicht belastbar — auch nicht für einen Testaufbau im Laden.
Der zweite Punkt, der zur Vorsicht mahnt, ist die Zeitachse. Qualcomm hat die Prozessorplattform im Oktober 2025 vorgestellt. Geräte auf Basis einer knapp ein Jahr alten Plattform stehen typischerweise noch am Anfang ihrer Zulassungs- und Vertriebskette. Dass für die älteren MEFERI-Modelle ME61 und ME63 FCC-Zulassungen unter dem Grantee-Code 2A9LJ belegt sind, für den ME87 aber keine auffindbar ist, passt in dieses Bild: Das Gerät ist real, aber es ist früh.
Wofür dieses Gerät nicht taugt
- RFID im Prozessor spart Modul, Bauraum und Strom — 290 g statt 569 g (TC22R) oder rund 780 g (Handheld plus Sled)
- IP68 und Sturz aus 1,5 m über den gesamten Temperaturbereich, mit zertifiziertem Testbericht
- Hot-Swap mit 30 Sekunden Pufferzeit; über 80 % Akkukapazität nach 500 Zyklen
- Android 16 mit Upgrade-Pfad bis Android 18 und fünf Jahren Sicherheitsupdates
- EMVCo-3.x-fähiges NFC (NXP PN7221, Apple ECP mit VAS) — dasselbe Gerät könnte Kartenzahlung annehmen
- Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, UWB, 5G und Zebra-SE4780-Scan-Engine auf aktuellem Stand
- 2 m Reichweite — zu wenig für eine schnelle Vollinventur, Sie müssen an jedes Warenstück heran
- Keine Funkprüfnorm ETSI EN 302 208 im Datenblatt, UHF-Band nur als „860–960 MHz, region dependent“
- Kein öffentlicher Preis, kein erkennbarer europäischer Vertriebskanal, keine FCC-Zulassung für den ME87 auffindbar
- Keine unabhängigen Messwerte — sämtliche Zahlen sind Herstellerangaben aus einem Datenblatt
- Kein Trigger im Pistolengriff; Dauererfassung über Stunden ist am flachen Gehäuse unbequem
- Nur 12 Monate Garantie ab Werk; Service in Deutschland nicht geklärt
Der ehrlichste Satz zu diesem Gerät lautet: Es scheitert nicht an seiner Technik, sondern an seiner Reichweite und an seiner Verfügbarkeit. Beides lässt sich nicht durch Software, Schulung oder eine geschicktere Vorgehensweise ausgleichen.
Nicht geeignet für die jährliche Vollinventur einer Verkaufsfläche. Zwei Meter zwingen Sie in eine Arbeitsweise, bei der Sie jeden Warenträger umrunden. Das funktioniert, dauert aber nach unserer Hochrechnung das Anderthalb- bis Doppelte gegenüber einem Gerät mit sechs Metern. Bei einem Laden, der für die Inventur schließt, ist das bares Geld.
Nicht geeignet für Hochregale und tiefe Stapel. Alles, wo Sie nicht mit der Hand hinkommen — obere Regalböden, Lagerregale, verpackte Reserve — wird bei zwei Metern zur Kletterei oder unvollständig. Genau hier spielt eine größere Reichweite ihren Vorteil aus.
Nicht geeignet als kalkulierbare Beschaffung. Ohne Preis, ohne Distributor, ohne dokumentierte EU-Funkzulassung lässt sich kein Angebot rechnen, kein Liefertermin zusagen und kein Servicefall planen. Wer eine Lösung für die nächste Inventur braucht, kann auf dieses Gerät nicht warten.
Nur bedingt geeignet für stundenlange Dauererfassung. Ein flaches Gerät ohne Griff und ohne Trigger hält man anders als eine Pistolenform. 290 Gramm sind leicht, aber die Handhaltung beim Schwenken über Ständer ist über Stunden anstrengender, als das Gewicht vermuten lässt. Ob MEFERI einen Griffaufsatz anbietet, geht aus dem Datenblatt nicht hervor.
Und ein letzter Punkt, der oft untergeht: Alle Zahlen auf dieser Seite sind Herstellerangaben. Bei etablierten Herstellern kann man Datenblätter gegen Distributorenangaben, Testberichte und Behördendatenbanken prüfen. Beim ME87 geht das derzeit nicht, weil es außerhalb des Herstellerdokuments fast keine belastbaren Quellen gibt. Das ist kein Vorwurf, aber es ist ein Risikofaktor, den man beim Vergleich mitrechnen muss.
Preis und Folgekosten
Für den MEFERI ME87 gibt es keinen öffentlichen Preis — weder einen Listenpreis des Herstellers noch einen Händlerpreis in Europa oder den USA. Die Produktseite ist eine Registrierung für Early Access. Wir nennen deshalb keine Zahl, auch keine geschätzte. Zur Orientierung, was Geräte dieser Klasse kosten, hilft der Blick auf die dokumentierten Preise der Alternativen.
Das ist ungewohnt, aber es ist die einzige redliche Auskunft. Eine geschätzte Zahl würde in Preisvergleichen und Angeboten weiterleben, obwohl ihr nichts zugrunde liegt. Was wir stattdessen liefern können, ist der Rahmen, in dem sich vergleichbare Geräte bewegen.
| Gerät | Preis netto | Quelle, Stand |
|---|---|---|
| MEFERI ME87 | nicht öffentlich | Herstellerseite ist Early-Access-Registrierung, 26.08.2026 |
| Zebra TC22R, integriertes RFID-Handheld, EU-SKU | 1.295 € | MicroNordic, Stand 08/2026 |
| Zebra RFD40 Standard (Sled, ohne Mobilcomputer) | ab 839 € | ico.de, Stand 08/2026 |
| Zebra RFD40 Premium (Bluetooth 5.3 und Wi-Fi 6) | rund 1.069 € | ico.de, Stand 08/2026 |
| Zebra RFD40 Premium Plus (zusätzlich SE4100-Imager) | rund 1.199 € | ico.de, Stand 08/2026 |
| Zebra TC201 (RFID-Variante EU erst Ende 2026) | 648,83 – 881,34 € | AutoID Warehouse, Stand 08/2026 |
| Zebra EM45 RFID | 1.138 USD | Atlas RFID, Stand 08/2026; kein deutscher Listenpreis öffentlich |
Angegeben sind Nettolistenpreise, Stand 08/2026, Quelle jeweils genannt. Projektpreise liegen häufig darunter. US-Preise sind als Orientierung genannt und bewusst nicht in Euro umgerechnet — sie enthalten weder deutsche Steuern noch Einfuhr, Fracht oder Händlermarge. Verfügbarkeit und Konfiguration sind vor jeder Bestellung beim Händler zu prüfen.
Was neben dem Gerät anfällt
Das Handheld ist bei einer RFID-Einführung selten der größte Posten. Wer nur den Gerätepreis vergleicht, unterschätzt das Projekt regelmäßig. Diese Blöcke kommen dazu:
- Etiketten. Rund 12 bis 15 Cent pro Stück in Kleinmengen in Deutschland (Karley, Zebra UCODE9, Stand 08/2026). Bei 4.000 Teilen Erstbestand sind das 480 bis 600 Euro allein für den Altbestand, danach laufend für jede Neuware. Mehr dazu auf unserer Seite zu RFID-Etiketten und Tags.
- RFID-Drucker. Ohne ein Gerät, das Etiketten bedruckt und im selben Durchgang beschreibt, geht es nicht. Was dabei technisch passiert und worauf es ankommt, steht auf unserer Seite zu RFID-Druckern.
- Ladelösung. Beim ME87 sind Single-Slot-Cradle, 4-Slot-Cradle und 4-Slot-Batterieladegerät optional, also nicht im Lieferumfang. Preise sind nicht öffentlich.
- Ersatzakku. Bei einem Gerät mit Hot-Swap ist mindestens ein zweiter Akku sinnvoll, sonst verschenkt man die Funktion.
- Software und Anbindung. Ein Handheld ohne Bestandssoftware zählt Nummern, nicht Artikel. Die Übergabe an das vorhandene Kassensystem läuft in der Regel über CSV oder Excel.
- Einrichtung und Einweisung. Geräteprofil, WLAN, Etikettenlayout, Testlauf. Die Einweisung selbst dauert erfahrungsgemäß rund eine halbe Stunde — das Taggen des Altbestands mit 200 bis 300 Teilen pro Person und Stunde ist der eigentliche Aufwand.
- Beim ME87 zusätzlich: Import, Zoll, Konformitätsprüfung und ein Servicekonzept für ein Gerät ohne europäischen Vertrieb. Diese Posten lassen sich derzeit nicht beziffern.
Zubehör, Laden und Software
Im Lieferumfang sind laut Datenblatt ein 18-W-Netzteil mit vier Steckervarianten, der 5.000-mAh-Akku, ein USB-C-Kabel, eine Handschlaufe und eine Displayschutzfolie. Optional nennt MEFERI eine Single-Slot-Cradle, eine 4-Slot-Cradle und ein 4-Slot-Batterieladegerät. Softwareseitig gehören die OmniSoftware Suite, die OmniIndustry App Suite und die Geräteverwaltung Shadowalk zum Portfolio.
Laden und Akkulogistik
Geladen wird über USB-C 3.0 mit Quick Charge 4.0 und bis zu 27 Watt oder über den zweipoligen POGO-Anschluss mit 5 Volt und 3 Ampere — letzteres ist der Weg, den die Cradles nutzen. Ein voller Ladevorgang dauert laut Hersteller bis zu zweieinhalb Stunden.
Für einen einzelnen Laden mit einem Gerät reicht die Single-Slot-Cradle. Sobald zwei Personen parallel zählen oder mehrere Geräte im Einsatz sind, lohnt die 4-Slot-Variante — nicht wegen der Ladezeit, sondern weil ein fester Ablageplatz dafür sorgt, dass Geräte abends tatsächlich am Strom hängen. Das 4-Slot-Batterieladegerät lädt Wechselakkus getrennt vom Gerät und ist in Kombination mit dem Hot-Swap die saubere Lösung für Inventurtage: ein Akku im Gerät, einer geladen daneben, Wechsel ohne Sitzungsabbruch.
Die externe UHF-Antenne
Der zehnpolige POGO-Anschluss auf der Rückseite ist die interessanteste Erweiterungsmöglichkeit. Laut Datenblatt lässt sich dort eine kompakte UHF-Antenne anschließen, die den ME87 zu einem vollwertigen RFID-Terminal macht. Würde diese Antenne die Reichweite deutlich über zwei Meter heben, wäre die gesamte Bewertung dieser Seite eine andere. Genau dazu schweigt das Dokument aber: keine Reichweitenangabe, kein Produktname, keine Artikelnummer, kein Preis, und in der Liste des optionalen Zubehörs erscheint sie nicht. Solange das so ist, planen Sie mit zwei Metern.
Software des Herstellers
MEFERI führt drei Softwarebausteine: die OmniSoftware Suite, die OmniIndustry App Suite und Shadowalk als MDM- beziehungsweise EMM-Lösung für die Geräteverwaltung. Zum Leistungsumfang im Detail liegen uns keine belastbaren Informationen vor. Ob ein öffentlich dokumentiertes RFID-SDK existiert, mit dem eine Bestandssoftware die Leseeinheit ansprechen kann, geht aus dem Datenblatt nicht hervor. Für eine Anbindung an eine vorhandene Warenwirtschaft ist das die entscheidende Frage — sie wäre vor jeder Beschaffung zu klären.
Zum Vergleich: Zebra dokumentiert mit 123RFID Desktop, den RFID-SDKs und der Anbindung an SOTI Connect einen kompletten Werkzeugkasten öffentlich. Das ist bei einer Softwareintegration ein handfester Vorteil, der auf keinem Datenblatt als technische Kennzahl auftaucht.
Serviceseitig nennt MEFERI zwölf Monate Hardwaregarantie ab Versand und das erweiterte Programm MeCare. Wie ein Servicefall in Deutschland praktisch abliefe — Einsendeadresse, Laufzeit, Austauschgerät — ist ohne europäischen Vertriebspartner nicht geklärt.
Alternativen im Vergleich
Für eine schnelle Vollinventur führt heute kein Weg an einem Gerät mit großer Reichweite vorbei: Zebra TC22R als Ein-Gerät-Lösung oder ein vorhandenes Handheld plus RFD40-Sled. Der ME87 spielt seine Stärken dort aus, wo Nahfeld gefragt ist — und dort konkurriert er mit dem EM45 RFID und dem kommenden TC201.
| Gerät | Reichweite | Tags/s | Bauform | Beschaffbar in DE |
|---|---|---|---|---|
| MEFERI ME87 | 2 m | 200 | Handheld, RFID im Prozessor | nein, Early Access |
| Zebra RFD40 | 6+ m | 1.300 | Aufsteck-Sled | ja, ab 839 € netto |
| Zebra TC22R | 12,2 m nominal | 1.300 | Handheld mit Pistolengriff, RFID integriert | ja, 1.295 € netto |
| Zebra TC201 | rund 1,2 m | 200+ | Handheld, RFID optional | RFID-Variante EU erst Ende 2026 |
| Zebra EM45 RFID | rund 1,2 m | 20 | Smartphone-Format | kein deutscher Listenpreis |
| Zebra DS9908R | rund 45,7 cm | nicht spezifiziert | Kassenscanner, stationär | kein deutscher Listenpreis |
Reichweitenangaben sind Herstellerangaben und Freifeldwerte. Beim TC22R nennt das europäische Spec Sheet 24,4 m, das US-Dokument desselben Geräts 12,2 m; wir rechnen mit dem konservativen Wert. Im Laden, zwischen Textil und Metall, liegen die praxisrelevanten Reichweiten aller Geräte deutlich darunter. Eine Übersicht über alle Geräte finden Sie in der Rubrik RFID-Hardware.
Wann ein anderes Gerät besser passt
Sie wollen im nächsten Quartal inventurfähig sein. Dann nehmen Sie den TC22R. Ein Gerät, ein Akku, eine Ladeschale, dokumentierter EU-Preis, dokumentierte EU-Frequenzen von 865 bis 868 MHz mit 1,45 bis 31,45 dBm ERP. Das ist die langweilige, aber richtige Wahl.
Sie haben schon Handhelds im Laden. Dann prüfen Sie den RFD40 als Aufsatz. Ab 839 Euro netto für die Standardvariante, 6 Meter Reichweite, 1.300 Tags pro Sekunde. Die Kompatibilität zu Ihrem konkreten Gerätemodell lassen Sie sich vom Distributor bestätigen — für einige Zebra-Modelle ist sie nicht dokumentiert.
Sie brauchen vor allem Einzelartikel-Erfassung und ein Telefon. Dann sind der EM45 RFID im Smartphone-Format oder der kommende TC201 die näheren Verwandten des ME87 — mit ähnlich kurzer Reichweite, aber mit Vertriebsweg.
Sie wollen an der Kasse RFID lesen. Dafür gibt es mit dem DS9908R ein eigenes Gerät, dessen Reichweite mit rund 46 Zentimetern bewusst kurz gehalten ist, damit nicht der Nachbartisch mitkassiert wird.
Und der ME87? Er ist ein Beobachtungskandidat. Die Architektur ist die interessanteste Entwicklung in dieser Geräteklasse seit Jahren, und wenn RFID künftig standardmäßig im Prozessor sitzt, wird jedes Enterprise-Handheld zum RFID-Gerät. Nur ist das eine Aussage über die nächsten Jahre, nicht über Ihre nächste Inventur.
EU-Funkzulassung: was gilt
In Europa arbeitet UHF-RFID im Band 865 bis 868 MHz mit maximal 2 Watt ERP. Maßgeblich ist ETSI EN 302 208, aktuelle Fassung V3.4.1 vom Dezember 2023. Der Betrieb läuft im Rahmen einer Allgemeinzuteilung — eine Anmeldung bei der Bundesnetzagentur ist dafür nicht nötig. Geräte in US-Konfiguration mit 902 bis 928 MHz dürfen in Deutschland nicht betrieben werden.
Die Regeln sind schnell erzählt und werden trotzdem oft falsch wiedergegeben. Europa nutzt für UHF-RFID den Bereich 865 bis 868 MHz mit bis zu 2 Watt ERP. Die aktuelle Fassung der Norm ETSI EN 302 208 (V3.4.1, Dezember 2023) erlaubt zusätzlich einen oberen Bereich von 915 bis 921 MHz mit bis zu 4 Watt. Die Vereinigten Staaten arbeiten dagegen bei 902 bis 928 MHz mit 4 Watt EIRP.
Ein häufiger Denkfehler betrifft die beiden Leistungsangaben. ERP und EIRP sind nicht dasselbe. 2 Watt ERP entsprechen rund 3,3 Watt EIRP. Der amerikanische Grenzwert von 4 Watt EIRP liegt also nur etwa 20 Prozent höher als der europäische — nicht doppelt so hoch, wie man immer wieder liest. Wer damit Reichweitenunterschiede zwischen US- und EU-Geräten begründet, übertreibt.
Praktisch heißt das: Ein Gerät, das für 902 bis 928 MHz konfiguriert ist, darf in Deutschland nicht
betrieben werden — auch nicht „kurz zum Testen“. Das Band ist hier anderweitig belegt. Bei Zebra
erkennen Sie die richtige Ausführung am Regionscode in der Artikelnummer: -E8 oder
-WR für Europa und weltweit, -US oder -FT für die USA und Kanada.
Bestellen Sie nie eine US-SKU, nur weil sie gerade lieferbar ist.
Das CE-Zeichen ist dabei die Erklärung des Herstellers, dass das Gerät die einschlägigen EU-Richtlinien erfüllt — bei einem Funkgerät insbesondere die Funkanlagenrichtlinie. Es ist kein Prüfsiegel einer Behörde. Belastbar wird es erst durch die EU-Konformitätserklärung, in der die angewandten Normen namentlich aufgeführt sind. Genau dieses Dokument sollten Sie sich bei jedem UHF-Gerät geben lassen, das nicht über einen etablierten europäischen Distributor kommt.
Und beim ME87 konkret
Hier liegt der wunde Punkt dieser Seite. Das Datenblatt führt CE als Zertifizierung auf, nennt für Europa aber ausschließlich Sicherheits- und EMV-Normen: EN 60950-1, IEC 60950-1, EN 55032 Klasse B, EN 55024, EN 61000-3-2 und EN 61000-3-3. ETSI EN 302 208 steht nicht darunter. Das UHF-Band ist mit „860 bis 960 MHz, region dependent“ angegeben — also der volle weltweite Bereich, ohne dass eine europäische Konfiguration ausgewiesen wäre. Eine Sendeleistung in dBm oder ERP nennt das Dokument ebenfalls nicht.
Deshalb gilt für dieses Gerät: Die europäische Bandkonfiguration 865 bis 868 MHz und die zugehörige Funkzulassung sind vor einer Beschaffung beim Hersteller schriftlich zu bestätigen. Am besten zusammen mit der EU-Konformitätserklärung und der maximalen Sendeleistung in ERP. Solange diese Bestätigung nicht vorliegt, ist der ME87 für einen Einsatz in Deutschland nicht planbar. Bei den Zebra-Geräten dieser Rubrik ist dieser Punkt dagegen durch die jeweiligen Spec Sheets abgedeckt.
Was das alles im größeren Zusammenhang bedeutet — Frequenzen, Reichweiten, Etikettentypen und wie ein RFID-System überhaupt funktioniert — haben wir im RFID-Grundlagenratgeber und auf der Seite zu RFID-Readern ausführlich beschrieben.
Häufige Fragen zum MEFERI ME87
MIFERI ME87 oder MEFERI ME87 – wie heißt der Hersteller richtig?
Richtig ist MEFERI, mit E an zweiter Stelle. MEFERI Technologies Co., Ltd. sitzt in Chengdu in der Provinz Sichuan, nicht in Shenzhen. Die Schreibweise MIFERI kursiert in Foren und Preislisten, meint aber dasselbe Gerät. Weitere Modelle des Herstellers sind ME61, ME63, ME74, der mobile Drucker MP30 und das Headset MH50.
Was bedeutet RFID im Prozessor beim ME87 konkret?
Die UHF-Leseeinheit sitzt laut Herstellerdatenblatt im Qualcomm QCM6690 selbst, nicht als separates Steckmodul auf der Platine. Damit entfällt ein zusätzlicher Decoderbaustein, und der Hersteller nennt geringeren Stromverbrauch und längere Laufzeit als Vorteil. Gelesen wird über die Antenne, die sich das Gerät mit dem 5G-Funk teilt.
Wie weit liest der MEFERI ME87 RFID-Etiketten?
Das Datenblatt nennt maximal 2 Meter über die gemeinsam genutzte WWAN-Antenne. Das ist ein Freifeldwert. Zwischen Textil, Metallständern und gestapelter Ware bleiben davon in der Praxis eher 1 bis 1,5 Meter übrig. Für eine schnelle Vollinventur ist das der begrenzende Faktor, nicht die Lesegeschwindigkeit.
Wie lange dauert eine Inventur mit 4.000 Teilen mit diesem Gerät?
Rein rechnerisch sind 4.000 Etiketten bei 200 Tags pro Sekunde in rund 20 Sekunden gelesen. Entscheidend ist aber der Laufweg: Bei 2 Metern Reichweite müssen Sie an jeden Ständer, jeden Stapel und jedes obere Regalbord heran. Unsere Hochrechnung für 120 Quadratmeter und 4.000 Teile liegt bei zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden.
Ist der MEFERI ME87 in Deutschland zugelassen?
Das ist die offene Frage. Das Datenblatt führt für Europa nur Sicherheits- und EMV-Normen auf, keine Funkprüfnorm für UHF-RFID nach ETSI EN 302 208. Das UHF-Band ist mit 860 bis 960 MHz, region dependent angegeben. Vor einer Beschaffung muss der Hersteller die europäische Bandkonfiguration 865 bis 868 MHz und die zugehörige Funkzulassung schriftlich bestätigen.
Was kostet der MEFERI ME87?
Es gibt keinen öffentlichen Preis. Die ME87-Seite von MEFERI ist eine Registrierung für Early Access, Datenblatt und Renderings gibt es erst nach Anmeldung. Auch ein europäischer Vertriebskanal mit Listenpreis ist derzeit nicht erkennbar. Wir nennen deshalb keine Zahl, auch keine geschätzte.
Kann der ME87 auch Kartenzahlung annehmen?
Technisch spricht das Datenblatt dafür: Das NFC-Modul NXP PN7221 ist als EMVCo 3.x contactless compliant ausgewiesen und beherrscht Apple ECP 1.0/2.0 mit VAS. Damit ist die Hardware SoftPOS-fähig. Ob eine konkrete Bezahl-App auf dem Gerät zugelassen wird, entscheidet aber der Zahlungsdienstleister, nicht das Datenblatt.
Welches Gerät nehme ich, wenn ich jetzt eine Inventurlösung brauche?
Für einen einzelnen Laden ist der Zebra TC22R heute die praktikabelste Wahl: ein Gerät, ein Akku, eine Ladeschale, EU-Preis und EU-Zulassung dokumentiert. Wer ein vorhandenes Handheld weiternutzen will, kombiniert es mit dem Aufsteck-Sled RFD40. Der ME87 ist ein Beobachtungskandidat, keine Beschaffungsempfehlung.
Sie wollen Ihren Bestand endlich verlässlich zählen?
HANGCOUNT bietet RFID-Bestandsführung für Modeläden, Boutiquen und Sportfachgeschäfte: Software ab 99 Euro im Monat pro Standort, dazu einmalig 2.900 Euro für die Hardware aus RFID-Drucker und Handheld, eingerichtet geliefert und mit Einweisung. Etiketten kommen mit rund 12 Cent pro Stück nach Verbrauch dazu. Alle Preise netto. Die Übergabe an Ihr Kassensystem läuft über CSV oder Excel.
Weiterlesen
Quellen und Stand
Alle Angaben zum MEFERI ME87 stammen aus dem offiziellen Specification Sheet des Herstellers und sind Herstellerangaben ohne unabhängige Verifikation. Preise und Verfügbarkeiten sind Momentaufnahmen. Alle Quellen abgerufen am 26.08.2026.
- MEFERI ME87 Specification Sheet (englische Fassung), offizielles Herstellerdokument, liegt dem Projekt vor. Quelle für sämtliche technischen Daten dieser Seite. Abgerufen 26.08.2026.
- meferi.com — ME87 Introduction (Early-Access-Registrierung, kein öffentlicher Preis). Abgerufen 26.08.2026.
- Qualcomm Dragonwing Q-6690 Processor Product Brief (Plattformvorstellung Oktober 2025). Abgerufen 26.08.2026.
- ETSI EN 302 208 V3.4.1 (2023-12) — europäische Funkvorgaben für UHF-RFID, 865–868 MHz bis 2 W ERP. Abgerufen 26.08.2026.
- GS1 — Regulatory status for using RFID in the UHF spectrum (weltweite Frequenzübersicht). Abgerufen 26.08.2026.
- Zebra TC2xR Series Spec Sheet — Vergleichswerte TC22R (1.300 Tags/s, EU 865–868 MHz, 1,45–31,45 dBm ERP). Abgerufen 26.08.2026.
- Zebra RFD40 Spec Sheet — Vergleichswerte Reichweite und Leserate. Abgerufen 26.08.2026.
- Preisquellen der Vergleichsgeräte, Stand 08/2026: ico.de (RFD40), micronordic.com (TC22R, EU-SKU), autoidwarehouse.com (TC201), atlasrfidstore.com (EM45 RFID). Abgerufen 26.08.2026.
- Etikettenpreise Kleinmenge Deutschland (rund 0,12–0,15 €): Karley, Zebra UCODE9, Stand 08/2026.
- Bestandsgenauigkeit ohne RFID 65–75 %, mit RFID 93–99 %, Umsatzeffekt bis +5,5 %: Beck (2018), ECR Shrinkage & On-Shelf Availability Group / GS1 UK.
- Eigene Hochrechnungen dieser Seite: Inventurdauer 2,5–3,5 Stunden mit 2 m Reichweite und 1–2 Stunden mit 6 m Reichweite bei 4.000 Teilen auf 120 m²; Praxisreichweite 1–1,5 m im Textilumfeld; Taggen des Altbestands 200–300 Teile pro Person und Stunde. Keine Messwerte.