TSC TH240R und TH340R: der RFID-Drucker fürs Ladenbüro
Ein Tischgerät von 2,8 Kilogramm, das neben den Rechner passt und im selben Durchlauf druckt und codiert. Für einen Laden, der Altbestand auszeichnet und danach jede neue Kollektion, ist das die naheliegende Größe. Diese Seite nennt die Daten mit Quelle — und die drei Angaben, die TSC für diese Baureihe nicht veröffentlicht.
Was der TH240R ist und für wen er gebaut wurde
Der TH240R ist ein Etikettendrucker im Tischformat mit eingebautem UHF-RFID-Modul. Er druckt das Anhängeetikett und beschreibt gleichzeitig den Chip darin. Das R in der Bezeichnung ist der ganze Unterschied zum TH240 — und es lässt sich nachträglich nicht hinzufügen.
- Bauform
- Tischdrucker, 4 Zoll, Thermotransfer und Thermodirekt
- Auflösung
- 203 dpi (TH240R) oder 300 dpi (TH340R)
- Geschwindigkeit
- 8 ips / 203 mm/s bzw. 6 ips / 152 mm/s
- Druckbreite
- 108 mm bei 203 dpi, 105,7 mm bei 300 dpi
- RFID
- UHF, eingebaut – ausschließlich als Werksoption
- Frequenzband
- von TSC für diese Baureihe nicht veröffentlicht
- Medien
- Rolle bis 127 mm, Breite 15–120 mm, Farbband bis 300 m
- Schnittstellen
- Ethernet, USB, USB Host, RS-232; optional WLAN, Bluetooth
- Speicher
- 128 MB SDRAM, 128 MB Flash, microSD bis 512 GB
- Maße und Gewicht
- 223 × 186 × 286 mm, 2,8 kg (Wert für den TH340R)
- Temperatur
- 0 bis 40 °C, 25–85 % rF nicht kondensierend
- Preis
- ab 1.626,00 € (Jarltech, Stand 03.09.2026)
TSC führt vier Tischbaureihen: TH und DH, jeweils im 2-Zoll- und im 4-Zoll-Format. Für Kleidungsetiketten kommt davon nur eine in Frage. Die DH-Serie druckt ausschließlich thermodirekt und führt im 4-Zoll-Format kein RFID-Modell; die 2-Zoll-Geräte haben, wenn überhaupt, HF-RFID auf 13,56 Megahertz — dieselbe Technik wie in einer Zutrittskarte, mit Reichweiten von wenigen Zentimetern. Die TH-Serie im 4-Zoll-Format ist die einzige Tischbaureihe von TSC mit eingebautem UHF-RFID, und das sind die Modelle TH240R mit 203 dpi und TH340R mit 300 dpi, dazu die Krankenhausvarianten TH240RHC und TH340RHC.
Für die Rolle im Laden ist das Format entscheidend, nicht die Leistung. Das Gerät wiegt 2,8 Kilogramm und misst 223 mal 186 mal 286 Millimeter — es steht auf dem Schreibtisch im Büro oder auf dem Regal im Lager, nicht auf einem eigenen Untergestell. Es hängt an Ethernet oder USB, optional an WLAN. Und es druckt mit acht Etiketten pro Sekunde deutlich schneller, als jemand sie am Warenstück befestigen kann.
Das ist der Grund, warum wir für einen einzelnen Standort selten zu mehr raten. Beim Taggen des Altbestands schafft eine Person nach unserer Erfahrung 200 bis 300 Teile pro Stunde. Ein Drucker, der 12 statt 8 Etiketten pro Sekunde ausgibt, ändert daran nichts; er ändert nur den Preis und den Platzbedarf. Wer wissen will, wann sich ein Industriegerät wirklich lohnt, findet die Abgrenzung auf unserer Übersicht der TSC-RFID-Drucker.
Eine Randnotiz zur Modellpflege: TSC hat die 4-Zoll-TH-Serie am 30. September 2025 überarbeitet und dabei RAIN-UHF-RFID mit „Encode During Print“ und automatischer Kalibrierung eingeführt. Ein US-Händler nennt die Artikelnummer TH240R-A001-0001 außerdem als Ersatz für die auslaufende Artikelnummer des älteren T820 — die TH-Serie ist also die aktuellere der beiden Tischbaureihen mit UHF.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | TH240R | TH340R |
|---|---|---|
| Auflösung | 203 dpi | 300 dpi |
| Druckgeschwindigkeit | 8 ips / 203 mm/s | 6 ips / 152 mm/s |
| Max. Druckbreite | 108 mm | 105,7 mm |
| Max. Etikettenlänge | 25.400 mm | 11.430 mm |
| Druckverfahren | Thermotransfer und Thermodirekt | |
| Medienbreite | 15 bis 120 mm | |
| Rollendurchmesser | bis 127 mm (5 Zoll) | |
| Farbband | bis 300 m; Kassettenvariante der HC-Modelle 100 m | |
| RFID | UHF, eingebaut, ausschließlich Werksoption | |
| Frequenzband | nicht veröffentlicht | |
| RFID-Protokoll | nicht modellbezogen veröffentlicht | |
| Kleinster Etikettenabstand | nicht veröffentlicht | |
| Display | LED mit Tasten oder Farb-Touch-LCD je nach Variante; 3,5 Zoll laut Händlerangabe | |
| Speicher | 128 MB SDRAM, 128 MB Flash, microSD bis 512 GB | |
| Schnittstellen | Ethernet, USB, USB Host, RS-232; optional Bluetooth, MFi-Bluetooth, WLAN | |
| Maße | 223 × 186 × 286 mm (belegt für TH340R) | |
| Gewicht | 2,8 kg (belegt für TH340R) | |
| Betriebstemperatur | 0 bis 40 °C, 25 bis 85 % rF nicht kondensierend | |
Maße, Gewicht und Betriebstemperatur stehen auf der Herstellerseite nicht; die Werte oben stammen vom spanischen Händler aidet.es und gelten dort für den TH340R. Wir übernehmen sie nicht stillschweigend für den TH240R — die Gehäuse sind nach allem, was die Produktseiten zeigen, identisch, belegt ist es aber nicht. ips steht für Zoll pro Sekunde.
Eine Zeile, die im Alltag zählt
Die Medienbreite von 15 bis 120 Millimetern ist die praktisch wichtigste Angabe dieser Tabelle. Sie entscheidet, welche Etikettenrollen überhaupt in das Gerät passen, und sie ist großzügig genug für alles, was im Modehandel üblich ist: schmale Anhängeetiketten ebenso wie breite Aufkleber für Kartons im Wareneingang. Der Rollendurchmesser von 127 Millimetern begrenzt dagegen die Menge pro Rolle. Bei einem Etikett von 40 Millimetern Höhe sind das je nach Material einige tausend Stück — für einen Laden ein Rollenwechsel alle paar Wochen, für ein Lager mit Tausenden Etiketten am Tag zu wenig.
Was der Drucker kann — und was TSC offen lässt
Belegt sind: eingebautes UHF-RFID als Werksoption, „Encode During Print“, automatische Kalibrierung und die Funktionen Kalibrieren, Lesen und Schreiben über TSC Console Web. Nicht belegt sind Frequenzband, Protokollversion und kleinster Etikettenabstand. Wir füllen diese Lücken nicht mit Werten anderer TSC-Modelle.
Der Ablauf beim Codieren ist bei allen RFID-Druckern derselbe, und er ist der Grund, warum die automatische Kalibrierung mehr ist als eine Bequemlichkeit. Jedes RFID-Etikett hat den Chip an einer bestimmten Stelle. Der Drucker muss beim Vorschub genau dann senden, wenn dieser Chip vor der Antenne liegt. Sitzt der Chip bei einer neuen Etikettensorte zwei Millimeter weiter vorn, schreibt ein unkalibrierter Drucker ins Leere — oder, schlimmer, auf das Nachbaretikett. Die Kalibrierung schiebt deshalb einige Etiketten durch und bestimmt die Position selbst.
„Encode During Print“ heißt, dass dieses Beschreiben parallel zum Druck läuft statt in einem zweiten Durchgang. Das spart Zeit und macht das Gerät toleranter gegenüber Etiketten, deren Chip nicht exakt platziert ist. TSC hat beides mit dem Serien-Update vom 30. September 2025 in die 4-Zoll-TH-Serie gebracht, ausdrücklich auch für die Krankenhausvarianten.
Über die Software TSC Console Web sind laut Hersteller drei RFID-Funktionen verfügbar: Kalibrieren, Lesen und Schreiben. Das ist genau das, was im Laden gebraucht wird. Eine Prüffunktion, die jedes codierte Etikett gegenliest und fehlerhafte automatisch nachdruckt, gehört nicht dazu — die gibt es bei TSC erst in der Industrieklasse.
Drei Angaben, die wir nicht behaupten
Das Frequenzband. Weder die Produktseite noch eines der geprüften Händlerlistings nennt für TH240R oder TH340R einen Bereich in Megahertz; dort steht nur „RFID (UHF)“. Für andere TSC-Baureihen geben Händler „Global 865 bis 928 MHz“ an, was das europäische und das amerikanische Band zusammenfasst. Wir übertragen das nicht auf die TH-Serie. Was Sie tun sollten, steht im Abschnitt Funkzulassung.
Die Protokollversion. TSC nennt für T4000 und die MB241-Serie im Datenblatt „RAIN UHF Passive (GS1 EPC Gen2 v2 / ISO 18000-63)“. Für die TH-Serie fanden wir keine modellbezogene Angabe. Der Unterschied zwischen Gen2 und Gen2 V2 ist für den Alltag im Laden ohne Belang, für ein Lastenheft aber nicht — und ein Wert aus dem Datenblatt eines anderen Geräts ist kein Beleg für dieses hier.
Der kleinste Etikettenabstand. Für T800, T4000, MB241 und T6000e nennt TSC 0,625 Zoll, also 15,9 Millimeter. Für die TH-Serie steht diese Zahl nirgends. Wenn Sie sehr kurze Etiketten planen — etwa Ringetiketten für Schmuck —, ist das die Angabe, die Sie sich vor der Bestellung geben lassen sollten.
Ein vierter Punkt ist belegt, aber eingeschränkt: On-Metal-Etiketten unterstützt der Drucker laut TSC nur in ausgewählten Ausführungen, die das hauseigene RFID Label and Validation Lab geprüft hat. Für Textil spielt das keine Rolle. Wer Schmuck, Uhren oder Ware in Metallverpackung auszeichnet, sollte sich die geprüfte Liste zeigen lassen, statt es mit einem beliebigen Etikett zu versuchen.
Varianten und Bestellhinweise
Vier Varianten sind belegt: TH240R und TH340R als Standardgeräte, TH240RHC und TH340RHC als Krankenhausausführungen. Der Unterschied zwischen den Artikelnummern liegt in Display und Funkausstattung. Das eingebaute RFID gibt es nur ab Werk.
| Modell | Auflösung | RFID | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| TH240R | 203 dpi | UHF eingebaut | der Normalfall im Modehandel |
| TH340R | 300 dpi | UHF eingebaut | für feine Schrift und kleine Logos |
| TH240RHC / TH340RHC | 203 / 300 dpi | UHF eingebaut | Healthcare-Ausführung, desinfektionsmittelbeständiges Gehäuse, Farbbandkassette 100 m |
| TH240 / TH340 ohne R | 203 / 300 dpi | kein eingebautes RFID | nur externes Abreiß- oder Schneidemodul nachrüstbar |
Belegte Artikelnummern aus Händlerlistings: TH340R-A001-0002, TH240R-A001-0211, TH340R-A001-0101 und TH240R-A001-0001. Welche Endziffer für welche Funkausstattung steht, geht aus den Listings nicht hervor; lassen Sie sich die Ausstattung im Klartext bestätigen, nicht nur als Artikelnummer.
Der wichtigste Satz dieses Abschnitts steht auf TSCs eigener Produktseite: Wer RFID im Drucker will, bekommt es nur als Werksoption. Nachrüsten lässt sich lediglich ein externes Modul, das als Abreiß- oder Schneideeinheit vorn angesetzt wird. Für einen Laden bedeutet das eine einzige, aber teure Fehlerquelle: Ein bestellter „TSC TH240“ ist ein Drucker ohne RFID-Modul, und er lässt sich nicht umbauen. Das R gehört in die Anfrage, in das Angebot und in die Auftragsbestätigung.
Zwei weitere Zeilen gehören in dieselbe Bestellung. Erstens die Schnittstelle: Ethernet, USB und RS-232 sind Standard, Bluetooth und WLAN kosten Aufpreis — bei Jarltech liegt die Bluetooth-Variante 223 Euro über der Basis. Zweitens die Landesausführung, siehe unten.
Wofür dieses Gerät nicht taugt
- Tischformat mit 2,8 kg und 223 mm Breite — passt neben den Rechner, braucht kein Untergestell
- Thermotransfer und Thermodirekt in einem Gerät; für lichtbeständige Anhängeetiketten ist Thermotransfer die richtige Wahl
- „Encode During Print“ und automatische RFID-Kalibrierung seit dem Serien-Update vom 30.09.2025
- Ethernet, USB und RS-232 serienmäßig; WLAN und Bluetooth als Option
- Medienbreite 15 bis 120 mm deckt Anhängeetikett und Kartonaufkleber gleichermaßen ab
- Mit 1.626 € netto der günstigste Einstieg unter den TSC-Tischgeräten mit belegtem Europreis
- RFID nur ab Werk — ein TH240 ohne R lässt sich innen nicht aufrüsten
- Frequenzband, Protokollversion und kleinster Etikettenabstand von TSC nicht veröffentlicht
- Keine Prüffunktion, die codierte Etiketten gegenliest; TSC Console Web kann Kalibrieren, Lesen und Schreiben
- On-Metal-Etiketten nur in ausgewählten, vom Hersteller geprüften Ausführungen
- Rollendurchmesser 127 mm begrenzt die Menge pro Rolle — für Lagerbetrieb zu wenig
- Bei 300 dpi sinkt das Tempo von 8 auf 6 Zoll pro Sekunde
Der schwerwiegendste Punkt ist keiner der technischen, sondern die Bestellfalle mit dem R. Alle anderen Einschränkungen betreffen Anwendungen, die ein Modeladen nicht hat: Wer keine Metallware auszeichnet, braucht keine On-Metal-Freigabe; wer nicht stundenlang druckt, stört sich nicht am Rollendurchmesser; wer keine Lieferantenvorgabe zur Etikettenprüfung erfüllen muss, vermisst die Verifikation nicht.
Ehrlich bleiben muss man bei den drei nicht veröffentlichten Angaben. Sie machen das Gerät nicht schlechter — sie machen es schlechter vergleichbar. Zebra schreibt bei seinen RFID-Geräten das europäische Band mit Sendeleistung in dBm ins Datenblatt, Chainway ebenso. Bei einem Gerät für gut 1.600 Euro sollte das nicht anders sein. Es ist kein Ausschlussgrund, aber es ist eine Frage, die Sie vor der Bestellung stellen und schriftlich beantwortet bekommen müssen.
Preise, Quellen und Folgekosten
Jarltech nennt für den TH240R mit eingebautem UHF-RFID 1.626,00 Euro, mit MFi-Bluetooth 1.752,00 Euro und mit Bluetooth 1.849,00 Euro. Für den TH340R nennt der spanische Händler aidet.es 1.819,00 Euro Liste und 1.364,25 Euro netto im Angebot. Stand 03.09.2026.
| Variante | Preis | Quelle und Stand |
|---|---|---|
| TH240R, 203 dpi, UHF-RFID | 1.626,00 € | Jarltech, „recommended retail price“, Steuerbasis nicht ausdrücklich ausgewiesen, 03.09.2026 |
| TH240R mit MFi-Bluetooth | 1.752,00 € | Jarltech, 03.09.2026 |
| TH240R mit Bluetooth | 1.849,00 € | Jarltech, 03.09.2026 |
| TH340R, 300 dpi, UHF-RFID | 1.819,00 € Liste | aidet.es (Spanien), 03.09.2026 – Angebotspreis dort 1.364,25 € netto / 1.650,74 € brutto |
| TH340RHC, Healthcare | 1.921,00 € Liste | aidet.es, 03.09.2026 – Angebotspreis 1.440,75 € netto |
| TH240R beim US-Händler | 1.528,00 USD | barcodefactory.com, 03.09.2026 – bewusst nicht in Euro umgerechnet |
Händlerpreise sind Momentaufnahmen, Projektpreise liegen häufig darunter. Jarltech weist die Beträge als empfohlenen Verkaufspreis aus, ohne netto oder brutto dazuzuschreiben; wir rechnen solche Beträge nicht um, weil eine selbst gerechnete Zahl keine Quelle ist. Der spanische Angebotspreis zeigt eine Größenordnung, nicht Ihr Angebot in Deutschland. HANGCOUNT verkauft dieses Gerät nicht zu den genannten Händlerpreisen.
Was neben dem Drucker anfällt
- Etiketten. RFID-Etiketten kosten im Modehandel in Kleinmengen rund 12 bis 15 Cent pro Stück. Bei 4.000 Teilen Altbestand sind das 480 bis 600 Euro für die Erstausstattung, danach laufend für jede Kollektion.
- Farbband. Für den Thermotransferdruck, Rollen bis 300 Meter. Es muss zum Etikettenmaterial passen — Wachs, Wachs-Harz oder Harz, je nachdem wie beständig der Druck sein soll.
- Druckkopf. Ein Verschleißteil. Bei wenigen tausend Etiketten im Jahr hält er lange, aber der Preis eines Ersatzkopfs sollte im Angebot stehen, bevor Sie ihn brauchen.
- Funkausstattung. Bluetooth kostet bei Jarltech 223 Euro Aufpreis gegenüber der Basisvariante. Wenn der Drucker ohnehin am Netzwerkkabel hängt, ist das eine Position, die Sie sich sparen können.
- Etikettenlayout. Größe, Schrift, Logo und Barcodeposition werden einmal festgelegt. Bei uns ist das Teil der Einrichtung.
Alternativen im Vergleich
| Gerät | Bauform | Tempo | Preis netto mit Quelle |
|---|---|---|---|
| TSC TH240R | Tischgerät, 2,8 kg | 8 ips | ab 1.626,00 € (Jarltech) |
| TSC MB241-Serie | Industrie, Metall, 9,1 kg | 12 ips | ab 727,50 € ohne ausgewiesenen RFID-Aufpreis (tsc-drucker.com) |
| TSC Alpha-40L | mobil, 985 g, Akku | 5 ips | 1.775,00 € (Jarltech) |
| TSC T6000e 4 Zoll | Industrie, 16,7 kg | 14 ips | 3.535,00 € (Jarltech) |
Alle Beträge Stand 03.09.2026, Steuerbasis wie in den Quellen angegeben. Die vollständige Gegenüberstellung mit T4000, T6000e in 6 Zoll und T800 steht auf der Übersicht der TSC-RFID-Drucker.
TH240R gegen MB241T. Der MB241T ist das robustere und schnellere Gerät und wird bei tsc-drucker.com sogar günstiger gelistet — allerdings ohne ausgewiesenen Aufpreis für die RFID-Option. Solange dieser Aufpreis nicht auf dem Tisch liegt, ist der Preisvergleich nicht zu Ende gerechnet. Wer ihn einholt und dabei auf ein ähnliches Niveau kommt, bekommt mit dem MB241T mehr Gerät fürs Geld: Metallgehäuse, acht Zoll Rollendurchmesser, 12 Zoll pro Sekunde. Der Preis dafür sind 9,1 statt 2,8 Kilogramm und deutlich mehr Stellfläche.
TH240R gegen Alpha-40L. Zwei verschiedene Aufgaben. Der Alpha-40L ist ein Akkugerät für den Wareneingang, das an der Palette hängt. Er druckt aber ausschließlich thermodirekt, seine Etiketten verblassen also im Licht, und er nimmt nur kleine Rollen auf. Als einziger Drucker im Laden ist er die falsche Wahl, als zweites Gerät neben einem Tischdrucker kann er sich lohnen.
Und wenn es kein TSC sein muss? Die Frage nach dem Drucker ist selten die erste. Sinnvoller ist es, mit dem Lesegerät und einer kleinen Menge vorcodierter Etiketten anzufangen und den Drucker erst zu beschaffen, wenn feststeht, dass RFID im eigenen Laden trägt. Eine Übersicht der Lesegeräte mit Reichweiten und Preisen steht in der Rubrik RFID-Hardware.
Funkzulassung und Betrieb in Deutschland
In Deutschland ist für UHF-RFID das Band 865 bis 868 MHz zugeteilt, mit maximal 2 Watt ERP, geregelt in ETSI EN 302 208 und umgesetzt über eine Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur. Welches Band der TH240R tatsächlich nutzt, veröffentlicht TSC nicht — lassen Sie sich die europäische Ausführung schriftlich bestätigen.
Die Regeln selbst sind überschaubar. UHF-RFID ist in Europa in der harmonisierten Norm ETSI EN 302 208 geregelt, aktuelle Fassung V3.4.1 von Dezember 2023: 865 bis 868 MHz mit bis zu 2 Watt ERP, zusätzlich 915 bis 921 MHz mit bis zu 4 Watt. In Deutschland setzt die Bundesnetzagentur das über eine Allgemeinzuteilung um; eine gesonderte Anmeldung des einzelnen Geräts ist nicht nötig, solange es der Zuteilung entspricht. Geräte, die nur das US-Band 902 bis 928 MHz beherrschen, dürfen Sie hier nicht betreiben.
Genau hier liegt der offene Punkt bei dieser Baureihe. TSC nennt für TH240R und TH340R kein Frequenzband, und die geprüften Händler schreiben nur „RFID (UHF)“. Das ist kein Hinweis auf ein Problem — europäische Distributoren liefern in aller Regel die europäische Ausführung mit CE-Kennzeichnung. Es ist aber ein Grund, eine Zeile in die Anfrage zu schreiben: Bitte bestätigen Sie, dass das angebotene Gerät die europäische Ausführung mit 865 bis 868 MHz ist, und diese Bestätigung in die Auftragsbestätigung aufzunehmen.
Der zweite Punkt betrifft den Einkaufsweg. Wer selbst außerhalb der EU bestellt, wird nach Artikel 4 der Verordnung (EU) 2019/1020 zum verantwortlichen Wirtschaftsakteur: mit eigener Anschrift am Gerät, mit der Pflicht, technische Unterlagen für die Marktüberwachung vorzuhalten, und mit der Haftung für die Funkkonformität. Dazu kommen ElektroG mit Registrierung bei der stiftung ear und das Verpackungsgesetz. Über einen europäischen Distributor entfällt das. Der US-Preis von 1.528 USD ist deshalb keine Einladung zum Direktimport, sondern nur eine Einordnung.
Häufige Fragen zum TSC TH240R
Was ist der Unterschied zwischen TH240R und TH340R?
Die Auflösung. Der TH240R druckt mit 203 dpi und bis zu 8 Zoll pro Sekunde, der TH340R mit 300 dpi und bis zu 6 Zoll pro Sekunde. Für Barcode und Preisauszeichnung reichen 203 dpi. 300 dpi lohnen sich, wenn kleine Schrift oder ein feines Logo auf ein schmales Anhängeetikett sollen. Mit der höheren Auflösung sinkt außerdem die maximale Etikettenlänge von 25.400 auf 11.430 Millimeter — für Anhängeetiketten ohne jede Bedeutung.
Kann ich RFID beim TH240 nachrüsten?
Das eingebaute Modul nicht. TSC schreibt ausdrücklich, dass RFID im Drucker nur als Werksoption erhältlich ist. Wer einen TH240 ohne R gekauft hat, kann nur ein externes Modul als Abreiß- oder Schneideeinheit ergänzen. Das R gehört deshalb in die Bestellung, in das Angebot und in die Auftragsbestätigung.
Auf welcher Frequenz arbeitet der TH240R?
Das veröffentlicht TSC für diese Baureihe nicht. Weder die Produktseite noch die Händlerlistings nennen einen Frequenzbereich in Megahertz; sie schreiben nur „RFID (UHF)“. In Deutschland ist für UHF-RFID das Band 865 bis 868 MHz zugeteilt, und ein Gerät auf dem amerikanischen Band dürfen Sie hier nicht betreiben. Lassen Sie sich die europäische Landesausführung vor der Bestellung schriftlich bestätigen.
Was kostet der TSC TH240R?
Jarltech nennt 1.626,00 Euro für die Basisvariante mit eingebautem UHF-RFID, 1.752,00 Euro mit MFi-Bluetooth und 1.849,00 Euro mit Bluetooth, jeweils als empfohlenen Verkaufspreis und ohne ausdrückliche Angabe der Steuerbasis, Stand 03.09.2026. Für den TH340R nennt ein spanischer Händler 1.819,00 Euro Liste und 1.364,25 Euro netto im Angebot.
Welche Etiketten passen in den TH240R?
Rollen bis 127 Millimeter Außendurchmesser, Medienbreite 15 bis 120 Millimeter. Für den Modehandel heißt das: normale Anhängeetiketten und Rollenware passen, sehr große Rollen aus dem Industrieumfeld nicht. Beim Thermotransferdruck kommt ein Farbband bis 300 Meter Länge dazu. Welche RFID-Etikettenbauform zu welcher Ware passt, steht auf unserer Seite zu RFID-Etiketten.
Beschreibt der Drucker den Chip während des Drucks?
Ja. TSC nennt die Funktion „Encode During Print“ und hat sie mit dem Serien-Update vom 30. September 2025 für die 4-Zoll-TH-Serie eingeführt, zusammen mit einer automatischen RFID-Kalibrierung. Die Kalibrierung schiebt einige Etiketten vor und bestimmt selbst, wo im Etikett der Chip sitzt — ohne sie müsste man die Position von Hand einstellen.
Funktioniert der TH240R mit Etiketten für Metallware?
Nur mit ausgewählten. TSC schreibt, dass die Unterstützung für On-Metal-Etiketten auf Ausführungen begrenzt ist, die das eigene RFID Label and Validation Lab geprüft hat. Im Modehandel spielt das selten eine Rolle — bei Schmuck, Uhren oder Ware in Metallverpackung schon. Fragen Sie in diesem Fall vor dem Kauf nach der geprüften Etikettenliste.
Kann ich den Drucker ohne eigenen Rechner betreiben?
Für den laufenden Betrieb im Laden nicht sinnvoll. Der Drucker hat Ethernet, USB und optional WLAN oder Bluetooth und kann Layouts intern speichern, aber die Nummern, die er in die Chips schreibt, müssen von irgendwoher kommen. Bei uns liefert die Software sie; wenn Sie eine andere Lösung einsetzen, klären Sie vorher, wie sie den Drucker ansteuert.
Drucker, Handheld, Etiketten und Software aus einer Hand
Wir liefern die Hardware eingerichtet, mit fertigem Etikettenlayout und einer Einweisung von rund einer halben Stunde. Die Software kostet 99 Euro im Monat und Standort, die Hardware aus RFID-Drucker und Handheld 2.900 Euro einmalig, Etiketten rund 12 Cent pro Stück nach Verbrauch. Die Übergabe an Ihr Kassensystem läuft über CSV oder Excel. Alle Preise netto.
Passende Seiten
Quellen und Stand der Angaben
Alle Datenblattwerte auf dieser Seite sind Herstellerangaben. Wo wir eingeordnet haben, steht es im Text. Wo eine Angabe fehlt, steht auch das im Text — und wird nicht mit Werten anderer TSC-Modelle gefüllt. Abrufdatum aller Onlinequellen ist der 03.09.2026.
- TSC Auto ID: Produktseite TH-Serie 4 Zoll (EMEA) – eingebautes RFID ausschließlich als Werksoption, alternativ externes Abreiß- oder Schneidemodul; unterstützte RFID-Funktionen über TSC Console Web sind Kalibrierung, Lesen und Schreiben; On-Metal-Etiketten nur in ausgewählter, im hauseigenen RFID Label and Validation Lab geprüfter Ausführung; 203 und 300 dpi, 8 bzw. 6 ips, Druckbreite 108 bzw. 105,7 mm, Medienbreite 15–120 mm, Rolle bis 127 mm, Farbband bis 300 m, 128 MB SDRAM und 128 MB Flash, microSD bis 512 GB. Abgerufen am 03.09.2026.
- TSC Auto ID: Meldung „TSC Auto ID Unveils New Upgrades for TH Series Desktop Printers“ vom 30.09.2025 – RAIN-UHF-RFID mit „Encode During Print“ und automatischer RFID-Kalibrierung für die 4-Zoll-TH-Serie einschließlich der Healthcare-Varianten. Abgerufen am 03.09.2026.
- aidet.es (Spanien): Produktseiten TH340R und TH340RHC – 300 dpi, 152 mm/s, Druckbreite 105,7 mm, maximale Etikettenlänge 11.430 mm, Maße 223 × 186 × 286 mm, 2,8 kg, 0 bis 40 °C, 25–85 % rF nicht kondensierend; Listenpreis 1.819,00 € bzw. 1.921,00 €, Angebotspreise 1.364,25 € netto / 1.650,74 € brutto und 1.440,75 € netto. Abgerufen am 03.09.2026.
- jarltech.com: Preise TH240R – 1.626,00 € Basis, 1.752,00 € mit MFi-Bluetooth, 1.849,00 € mit Bluetooth, ausgewiesen als empfohlener Verkaufspreis ohne ausdrückliche Angabe der Steuerbasis; dort auch die Angabe eines 3,5-Zoll-Touch-Displays für den TH240R. Abgerufen am 03.09.2026.
- barcodefactory.com (USA): TH240R zu 1.528,00 USD, Artikelnummern TH240R-A001-0211 und TH340R-A001-0101; advanced-automationinc.com nennt TH240R-A001-0001 als Ersatzartikel für die als „discontinued“ markierte T820-Artikelnummer T82R-100-1. US-Beträge bewusst nicht in Euro umgerechnet, Steuerbasis dort nicht ausgewiesen. Abgerufen am 03.09.2026.
- thebarcodewarehouse.co.uk: Artikelnummer TH340R-A001-0002. Abgerufen am 03.09.2026.
- Nicht belegt und deshalb auf dieser Seite auch nicht behauptet: Frequenzbereich in Megahertz, Protokollversion (Gen2 oder Gen2 V2) und kleinster Etikettenabstand für TH240R und TH340R. Die entsprechenden Werte anderer TSC-Baureihen – 0,625 Zoll Etikettenabstand, GS1 EPC Gen2 v2 / ISO 18000-63 – stammen aus den Datenblättern von T4000, MB241 und T6000e und gelten dort, nicht hier.
- ETSI: EN 302 208 V3.4.1 (2023-12) – 865 bis 868 MHz mit bis zu 2 W ERP, zusätzlich 915 bis 921 MHz mit bis zu 4 W. Bundesnetzagentur: Allgemeinzuteilung für RFID-Funkanlagen im Bereich 865 bis 868 MHz. Verordnung (EU) 2019/1020, Artikel 4 – Pflichten des verantwortlichen Wirtschaftsakteurs. Abgerufen am 03.09.2026.