TSC RFID-Drucker: welche Baureihe für welchen Laden
TSC führt zehn Druckerbaureihen auf seiner RFID-Seite. Für einen Modeladen kommen davon sechs überhaupt in Frage, und von diesen sechs sind zwei mit einem Fragezeichen versehen. Diese Seite sortiert das, nennt zu jedem Preis die Quelle und benennt die eine Lücke, die alle TSC-Datenblätter gemeinsam haben.
- Was ein RFID-Drucker im Laden tut
- UHF oder HF: die Hälfte der Baureihen fällt sofort weg
- Die Baureihen im Überblick
- Welches Gerät für welchen Laden
- Preise, Quellen und was sie wert sind
- Die offene Frequenzfrage
- Zwei Baureihen mit Fragezeichen
- Was neben dem Drucker anfällt
- Funkzulassung und Betrieb in Deutschland
- Häufige Fragen
- Quellen und Stand
Was ein RFID-Drucker im Laden tut
Ein RFID-Drucker druckt das Etikett und beschreibt im selben Durchlauf den Chip darin. Er ist damit das Gerät, mit dem Sie Ihren Altbestand und jede neue Kollektion auszeichnen. Ohne ihn gibt es nichts zu lesen — das Handheld findet nur, was vorher einmal beschrieben wurde.
Der Ablauf im Laden ist immer derselbe, und er ist kürzer, als viele erwarten. Sie scannen den vorhandenen Barcode am Warenstück mit dem Handheld. Daraufhin gibt der Drucker das kleine RFID-Etikett aus: Der Barcode steht sichtbar darauf, der Chip wird im selben Durchgang mit einer eigenen Nummer beschrieben, und die Verbindung zwischen beiden wird im selben Moment in der Software gespeichert. Das ist der Schritt, den wir das Verheiraten nennen — drucken, beschreiben und verknüpfen sind ein Vorgang, kein zweiter Arbeitsgang. Von da an ist das Teil für jedes RFID-Lesegerät im Laden auffindbar, ohne dass jemand einen Barcode suchen und ausrichten muss.
Wer bisher gar nicht mit Barcodes arbeitet, muss deshalb nicht erst ein Nummernsystem einführen: Die App erzeugt die Barcodes, und die Artikelliste wird per CSV um sie ergänzt. Danach ist der Ablauf derselbe. Im Chip selbst steht am Ende eine eigene HANGCOUNT-Nummer; die Verbindung zum Barcode liegt in der Datenbank, nicht auf dem Etikett.
Damit ist auch klar, warum der Drucker in der Anschaffung eine andere Rolle spielt als das Lesegerät. Das Handheld benutzen Sie ein- bis zweimal pro Woche, den Drucker jedes Mal, wenn Ware hereinkommt. Er steht im Lager oder im Büro, nicht im Verkaufsraum, und er muss vor allem eines sein: zuverlässig bei kleinen Mengen. Ein Gerät, das 10.000 Etiketten am Tag schafft, nützt einem Laden nichts, der 300 Teile pro Woche auszeichnet — es kostet nur mehr.
Wie viele Etiketten Sie tatsächlich brauchen, rechnet sich schnell. Bei 4.000 Teilen Altbestand sind das 4.000 Etiketten zur Erstausstattung, danach so viele, wie Sie Teile einkaufen. Der Drucker selbst ist dabei nie der Engpass. Der Engpass ist die Hand, die das Etikett am Teil befestigt: Nach unserer Erfahrung schafft eine Person 200 bis 300 Teile pro Stunde, ein Tischdrucker mit acht Etiketten pro Sekunde also ein Vielfaches dessen, was daneben verarbeitet werden kann.
Grundlagen zur Technik selbst stehen im Ratgeber RFID-Drucker, die Etikettenseite dazu unter RFID-Etiketten. Diese Seite hier beschäftigt sich ausschließlich mit den Geräten von TSC.
UHF oder HF: die Hälfte der Baureihen fällt sofort weg
Für Kleidungsetiketten brauchen Sie UHF-RFID auf 865 bis 868 MHz. TSC führt daneben HF-RFID auf 13,56 MHz — dieselbe Technik, die in Zutrittskarten steckt, mit Reichweiten von wenigen Zentimetern. Wer versehentlich ein HF-Gerät kauft, kann damit keine Inventur machen.
Der Unterschied ist kein Detail, sondern der Unterschied zwischen zwei Anwendungen. HF arbeitet auf 13,56 Megahertz und liest über wenige Zentimeter — gut für eine Karte, die man an ein Lesegerät hält. UHF arbeitet in Europa auf 865 bis 868 Megahertz und liest über mehrere Meter, und nur damit lässt sich ein Kleiderständer im Vorbeigehen erfassen.
Bei TSC verläuft die Trennlinie quer durch die Tischgeräte:
| Baureihe | RFID | Für Kleidung geeignet |
|---|---|---|
| TH-Serie 4 Zoll (TH240R, TH340R) | UHF, eingebaut ab Werk | ja |
| DH-Serie 4 Zoll | kein RFID | nein |
| TH-Serie 2 Zoll | nur HF-Nachrüstsatz | nein |
| DH-Serie 2 Zoll (DH220LT, DH320LT) | HF ab Werk | nein |
| T800-Serie (T820, T830) | UHF | ja, aber siehe Lebenszyklus |
| MB241-Serie | UHF, Werks- oder Nachrüstoption | ja |
| T4000-Serie | UHF | ja, aber siehe Lebenszyklus |
| T6000e-Serie 4 und 6 Zoll | UHF | ja |
| Alpha-40L | UHF | ja, mobil |
Die DH-Serie im 4-Zoll-Format ist reiner Thermodirektdruck und führt in keiner von uns geprüften Quelle ein RFID-Modell. Eine automatisierte Auswertung derselben Herstellerseite lieferte einmal einen RFID-Textbaustein — TSC führt TH und DH auf gemeinsamen Seiten, und kein Händler und kein Datenblatt bestätigt ein Modell DH240R oder DH340R. Wir behandeln den Fund deshalb als Übernahmefehler der Herstellerseite, nicht als Produkt.
Ein zweiter Punkt betrifft das Druckverfahren. Thermodirekt bedeutet, dass das Papier selbst wärmeempfindlich ist; solche Etiketten verblassen im Schaufenster und unter Halogenlicht. Für Anhängeetiketten im Modehandel ist Thermotransfer die richtige Wahl — dabei überträgt ein Farbband die Farbe auf das Etikett, und das hält Jahre. Alle Geräte in der Tabelle oben, die für Kleidung in Frage kommen, beherrschen Thermotransfer; die Ausnahme ist der mobile Alpha-40L, der ausschließlich thermodirekt druckt.
Die sechs Baureihen mit UHF-RFID im Überblick
Vom Tischgerät für 1.626 Euro bis zum Industriedrucker für 5.433 Euro. Für einen Laden mit einem Standort ist die TH-Serie der Normalfall, die MB241-Serie die robustere Alternative und alles darüber deutlich überdimensioniert.
| Gerät | Bauform | Auflösung | Tempo | Preis netto mit Quelle |
|---|---|---|---|---|
| TSC TH240R / TH340R | Tischgerät | 203 / 300 dpi | 8 bzw. 6 ips | ab 1.626 € (Jarltech) |
| TSC MB241-Serie | Industrie, Metallgehäuse | 203 / 300 dpi | 12 bzw. 9 ips | ab 727,50 € ohne RFID-Aufpreis (tsc-drucker.com) |
| TSC T4000 | Industrie, Metallgehäuse | 203 / 300 dpi | 10 bzw. 7 ips laut Händler | RFID-Varianten nur auf Anfrage |
| TSC T6000e 4 Zoll | Industrie, hohe Leistung | 203 / 300 / 600 dpi | 14, 12 bzw. 6 ips | 3.535–3.890 € (Jarltech) |
| TSC T6000e 6 Zoll | Industrie, 6 Zoll breit | 203 / 300 dpi | 12 bzw. 10 ips | 4.976–5.433 € (Jarltech) |
| TSC Alpha-40L | mobil, akkubetrieben | 203 dpi | 5 ips | 1.775–2.070 € (Jarltech) |
| TSC T800 (T820, T830) | Tischgerät | 203 / 300 dpi | 8 bzw. 6 ips | kein europäischer Preis auffindbar |
ips steht für Zoll pro Sekunde, das übliche Maß für Druckgeschwindigkeit; 8 ips sind rund 203 Millimeter pro Sekunde. Preise netto, Stand 03.09.2026. Die Steuerbasis ist bei Jarltech nicht ausdrücklich ausgewiesen, bei tsc-drucker.com steht „zzgl. MwSt.“ unter den Preisen. Details und Grenzen jeder Angabe stehen weiter unten im Abschnitt Preise und auf den verlinkten Geräteseiten.
Drei Werte tauchen bei fast allen diesen Geräten gleich auf, und sie sind der Grund, warum die Auswahl weniger dramatisch ist, als die Preisspanne vermuten lässt. Der kleinste Etikettenabstand liegt durchgehend bei 0,625 Zoll, also 15,9 Millimetern — kürzere Etiketten kann keines der Geräte sicher codieren. Alle beherrschen „Encode During Print“, beschreiben den Chip also während des Drucks. Und alle haben eine automatische Kalibrierung, die drei bis vier Etiketten vorschiebt und selbst herausfindet, wo im Etikett der Chip sitzt. Was Sie mit dem höheren Preis kaufen, ist Geschwindigkeit, Gehäuse und Rollendurchmesser — nicht eine bessere RFID-Funktion.
Welches Gerät für welchen Laden
Ein Standort, ein paar hundert Teile im Monat: TH240R. Mehrere hundert Teile am Stück oder eine staubige Ecke im Lager: MB241T. Ware, die im Wareneingang direkt am Karton ausgezeichnet wird: Alpha-40L. Alles darüber ist Industrieausstattung für Mengen, die ein Laden nicht hat.
Der Normalfall: TH240R. Ein Tischgerät von 2,8 Kilogramm, das neben den Rechner passt, mit Farb-Display, Ethernet und USB. 203 dpi reichen für Barcode und Preisauszeichnung; wer ein feines Logo oder sehr kleine Schrift auf ein schmales Anhängeetikett bringen will, nimmt den TH340R mit 300 dpi. Wichtig bei dieser Baureihe: Das eingebaute RFID-Modul gibt es laut TSC nur ab Werk. Ein normaler TH240 lässt sich nicht später innen aufrüsten — das R gehört in die Bestellung.
Die robustere Alternative: MB241T. Ein Industriegerät mit Metallgehäuse und Druckguss-Mechanik, 9,1 Kilogramm, mit 12 Zoll pro Sekunde deutlich schneller und mit acht Zoll Rollendurchmesser für sehr große Etikettenrollen. Der überraschende Teil ist der Preis: Der Händler tsc-drucker.com führt den MB241T zu 802,50 Euro netto, also unter dem Tischgerät. Der Haken steht im selben Absatz — für die RFID-Option ist dort kein Aufpreis ausgewiesen. Ein Angebot mit ausdrücklich benannter RFID-Ausstattung ist hier Pflicht, sonst kommt ein Gerät ohne Modul.
Für den Wareneingang: Alpha-40L. Ein akkubetriebenes Gerät von 985 Gramm, das an der Palette hängt statt auf dem Tisch zu stehen. IP54, 1,8 Meter Sturzhöhe ohne Schutzhülle, Bluetooth und optional WLAN. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Er druckt ausschließlich thermodirekt, also mit Etiketten, die im Licht verblassen, und er nimmt nur Rollen bis 67 Millimeter Durchmesser auf, bei RFID-Medien empfiehlt TSC sogar nur 62 Millimeter. Das sind kleine Rollen, die entsprechend oft gewechselt werden müssen.
Wann sich mehr lohnt. Der T6000e ist ein Gerät für den Dauerbetrieb: 14 Zoll pro Sekunde, 450 Meter Farbband, optional eine eingebaute Barcode-Prüfung, die jedes gedruckte Etikett verifiziert und fehlerhafte automatisch nachdruckt. Das ist sinnvoll, wenn eine Lieferantenvorgabe die Prüfung verlangt oder wenn täglich über Stunden gedruckt wird. Für einen Laden, der einmal im Monat eine Lieferung auszeichnet, ist es ein Gerät, das die meiste Zeit steht.
Eine ehrliche Anmerkung zur Reihenfolge der Anschaffung: Der Drucker ist nicht der Teil, an dem eine RFID-Einführung scheitert. Sie scheitert am Auszeichnen des Altbestands, und das ist Handarbeit. Wer unsicher ist, ob RFID für seinen Laden passt, fängt besser mit einem günstigen Lesegerät und einer kleinen Menge vorcodierter Etiketten an, statt zuerst in einen Drucker zu investieren.
Preise, Quellen und was sie wert sind
Für die TH-Serie, die MB241-Serie, den T6000e und den Alpha-40L gibt es europäische Händlerpreise. Für die RFID-Varianten des T4000 nennt der geprüfte Händler keinen Preis, sondern verlangt eine Anfrage. Für die T800-Serie fanden wir überhaupt keinen europäischen Preis. Alle Beträge Stand 03.09.2026.
| Gerät und Variante | Preis | Quelle, Steuerbasis, Stand |
|---|---|---|
| TH240R, 203 dpi, UHF-RFID | 1.626,00 € | Jarltech, „recommended retail price“, Steuerbasis nicht ausdrücklich ausgewiesen, 03.09.2026 |
| TH240R mit MFi-Bluetooth | 1.752,00 € | Jarltech, 03.09.2026 |
| TH240R mit Bluetooth | 1.849,00 € | Jarltech, 03.09.2026 |
| TH340R, 300 dpi, UHF-RFID | 1.819,00 € Liste, 1.364,25 € netto im Angebot | aidet.es (Spanien), netto und brutto beide ausgewiesen, 03.09.2026 |
| MB241, 203 dpi | 727,50 € netto (Liste 970,00 €) | tsc-drucker.com, „zzgl. MwSt.“, 03.09.2026 – RFID-Aufpreis nicht ausgewiesen |
| MB241T, 203 dpi, Touch-Display | 802,50 € netto (Liste 1.070,00 €) | tsc-drucker.com, 03.09.2026 – RFID-Aufpreis nicht ausgewiesen |
| MB341T, 300 dpi, Touch-Display | 882,00 € netto (Liste 1.260,00 €) | tsc-drucker.com, 03.09.2026 – RFID-Aufpreis nicht ausgewiesen |
| T4204 ohne RFID, 203 dpi | 862,50 € netto (Liste 1.150,00 €) | tsc-drucker.com, 03.09.2026 |
| T4204 RFID und T4304 RFID | kein Preis hinterlegt | tsc-drucker.com führt beide Artikel mit 0,00 € als Anfrageposition, 03.09.2026 |
| T6000e 4 Zoll, 203 dpi RFID | 3.535,00 € | Jarltech, Steuerbasis nicht ausgewiesen, 03.09.2026 |
| T6000e 4 Zoll, 300 dpi RFID | 3.890,00 € | Jarltech, 03.09.2026 |
| T6000e 6 Zoll, 203 dpi RFID | 4.976,00 € | Jarltech, 03.09.2026 |
| T6000e 6 Zoll, 300 dpi RFID | 5.433,00 € | Jarltech, 03.09.2026 |
| Alpha-40L mit Bluetooth | 1.775,00 € | Jarltech, Steuerbasis nicht eindeutig, 03.09.2026 |
| Alpha-40L mit Bluetooth und WLAN | 2.070,00 € | Jarltech, 03.09.2026 |
| T800 / T820 / T830 RFID | kein europäischer Preis auffindbar | US-Händler zwischen 1.300,88 und 1.920 USD, bewusst nicht umgerechnet, 03.09.2026 |
Händlerpreise sind Momentaufnahmen, Projektpreise liegen häufig darunter. Verfügbarkeit und Konfiguration sind beim Händler zu prüfen. HANGCOUNT verkauft diese Geräte nicht zu den genannten Händlerpreisen — wir ordnen sie ein. Wo oben „Steuerbasis nicht ausgewiesen“ steht, schreibt die Händlerseite selbst nicht dazu, ob netto oder brutto gemeint ist; wir rechnen solche Beträge nicht um, weil eine selbst gerechnete Zahl keine Quelle ist.
Zwei Preise, die Sie nicht wörtlich nehmen sollten
Der erste ist der MB241T zu 802,50 Euro netto. Er liegt unter dem TH240R, obwohl es das robustere und schnellere Gerät ist — das ist kein Fehler der Liste, sondern der Umstand, dass der Händler dort ein Gerät ohne RFID-Modul führt. TSC bietet RFID für diese Baureihe als Werksoption und als Nachrüstsatz an, aber keiner der geprüften Händler weist einen Preis dafür aus. Rechnen Sie also nicht mit 802,50 Euro für einen RFID-fähigen MB241T, sondern holen Sie ein Angebot ein, in dem die RFID-Ausstattung ausdrücklich als Position steht.
Der zweite ist der Rabattpreis von 1.364,25 Euro für den TH340R bei einem spanischen Händler. Dass ein Gerät bei 25 Prozent Nachlass gelistet ist, sagt wenig über den Preis, den Sie in Deutschland bekommen. Wir führen ihn, weil er der einzige gefundene Beleg ist, bei dem netto und brutto beide ausgewiesen sind — er zeigt die Größenordnung, nicht Ihr Angebot.
Die offene Frequenzfrage
In keinem der geprüften modellbezogenen TSC-Datenblätter steht ein europäisches Frequenzband. Händler nennen für mehrere Baureihen „Global 865 bis 928 MHz“. Das umfasst 865 bis 868 MHz, weist es aber für kein konkretes Gerät aus — und in Deutschland dürfen Sie nur in diesem Band senden.
Bei den Lesegeräten dieser Rubrik ist das anders. Zebra schreibt für den DS9908R ausdrücklich „EU 865–868 MHz“ ins Datenblatt, für den TC22R sogar mit Sendeleistung in dBm ERP. Chainway nennt für den C72 das Band ebenso. Bei den TSC-Druckern fanden wir das nicht: Weder das offizielle T4000-Datenblatt noch das MB241-Datenblatt noch die Produktseiten der TH- und T6000e-Serie nennen einen Frequenzbereich. Was wir gefunden haben, ist die Angabe „Global (865-928 MHz)“ auf Händlerseiten für T800, T4000, MB241T, T6000e und Alpha-40L.
Diese Angabe ist nicht falsch, sie ist nur nicht das, was Sie brauchen. Ein Gerät, das „865 bis 928 MHz“ abdeckt, kann in Europa und in Nordamerika verkauft werden — welches Band Ihr konkretes Exemplar in der Landesausführung tatsächlich verwendet, steht damit nicht fest. Für den Betrieb in Deutschland gilt die Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur für 865 bis 868 MHz; ein Gerät, das auf das amerikanische Band eingestellt ist, dürfen Sie hier nicht betreiben.
Was daraus folgt, ist eine Zeile in Ihrer Anfrage und keine Grundsatzentscheidung gegen TSC: Lassen Sie sich vom Händler schriftlich bestätigen, dass das angebotene Gerät die europäische Ausführung mit 865 bis 868 MHz ist, und lassen Sie diese Bestätigung in die Auftragsbestätigung schreiben. Bei Geräten, die europäische Händler regulär mit CE-Kennzeichnung ausliefern, ist die Antwort in aller Regel unproblematisch. Wir behaupten sie hier nur nicht, solange sie nicht im Datenblatt steht.
Dieselbe Zurückhaltung gilt für den Encoder. Nur für die T800-Serie ist öffentlich belegt, welcher Baustein darin arbeitet: Impinj führt den T800 als Partnerprodukt mit dem Modul E310. Für TH-Serie, MB241, T4000, T6000e und Alpha-40L fanden wir keine Angabe zum verbauten Lesemodul. Auf die Praxis wirkt sich das kaum aus — auf die Vergleichbarkeit mit anderen Herstellern schon.
Zwei Baureihen mit Fragezeichen
Für T800 und T4000 melden mehrere US-Händler das Ende der Baureihe und nennen Nachfolger. TSC selbst führt beide auf den europäischen Produktseiten weiter als aktuelle Produkte. Wir lösen diesen Widerspruch nicht auf — wir nennen ihn, damit Sie vor der Bestellung fragen.
T800-Serie. Der Händler advanced-automationinc.com markiert die Artikelnummer T82R-100-1 als „discontinued“ und nennt als Ersatz die Artikelnummer TH240R-A001-0001 — also ein Gerät der TH-Serie. Atlas RFID schreibt auf derselben Produktseite „Product is reaching end-of-life“ und nennt keinen Preis mehr. Gleichzeitig führen die TSC-Seiten für Europa, Nordamerika und Asien die T800-Serie samt RFID-Variante am 03.09.2026 unverändert im Programm. Einen europäischen Händlerpreis fanden wir für die RFID-Variante gar nicht.
T4000-Serie. Atlas RFID vermerkt „Product reaching end-of-life“ und nennt den MB241T als empfohlenen Ersatz. Der europäische Händler tsc-drucker.com führt die beiden RFID-Artikelnummern T42R4-200-2 und T43R4-200-2 zwar im Katalog, aber ohne hinterlegten Preis und als nicht lagernd — während die Varianten ohne RFID lagernd und bepreist sind. Auf den TSC-Produktseiten steht kein Abkündigungshinweis, und die Serie fehlt auf TSCs eigener Liste eingestellter Produkte.
Beides zusammen ergibt kein Urteil, aber eine klare Handlungsanweisung. Wenn Sie eines dieser beiden Geräte kaufen wollen, fragen Sie beim Händler nach der Lieferbarkeit für die nächsten Jahre, nach der Ersatzteilversorgung und nach der Verfügbarkeit von Druckköpfen. Ein Drucker ist ein Gerät, das man acht Jahre behält; eine Baureihe, die in zwei Ländern schon als auslaufend gilt, ist kein guter Startpunkt. Für einen neuen Laden sind TH-Serie und MB241-Serie die naheliegenderen Baureihen — beide sind neu genug, dass diese Frage sich nicht stellt.
Zur Einordnung der Quellenlage: Aussagen von Händlern über den Lebenszyklus eines Produkts sind keine Herstellerangaben. Ein Händler kann eine Baureihe aus dem Programm nehmen, ohne dass der Hersteller sie einstellt. Deshalb steht hier beides nebeneinander und keines als Tatsache über das andere.
Was neben dem Drucker anfällt
Der Gerätepreis ist bei einem Drucker seltener als bei einem Lesegerät der ganze Preis. Rechnen Sie die folgenden Positionen mit ein, bevor Sie ein Budget freigeben:
- Etiketten. RFID-Etiketten kosten im Modehandel in Kleinmengen rund 12 bis 15 Cent pro Stück. Bei 4.000 Teilen Altbestand sind das 480 bis 600 Euro allein für die Erstausstattung, danach laufend für jede neue Kollektion. Welche Bauform zu welcher Ware passt, steht auf der Seite RFID-Etiketten.
- Farbband. Beim Thermotransferdruck brauchen Sie ein Farbband, das zum Etikettenmaterial passt. Die Tischgeräte nehmen Rollen bis 300 Meter, die Industriegeräte bis 450 Meter. Das ist eine kleine, aber laufende Position.
- Druckkopf. Ein Verschleißteil. TSC gibt für den T6000e zwölf Monate Garantie auf den Thermotransfer-Druckkopf oder eine Million Zoll Druckstrecke, je nachdem was zuerst eintritt. Für ein Ladengerät mit wenigen tausend Etiketten im Jahr ist das weit weg — für den Fall der Fälle sollte der Preis eines Ersatzdruckkopfs trotzdem im Angebot stehen.
- Anbindung. Der Drucker muss die Nummern bekommen, die er schreiben soll. Das erledigt bei uns die Software; wenn Sie eine andere Lösung einsetzen, klären Sie vorher, ob sie den Drucker direkt ansteuert oder ob eine Zwischenschicht nötig ist. TSC-Geräte verstehen die eigene Sprache TSPL sowie Emulationen für Zebra, Datamax, Sato, Toshiba Tec und Intermec.
- Etikettenlayout. Größe, Schrift, Logo und Barcodeposition müssen einmal festgelegt werden. Das ist eine halbe Stunde Arbeit, aber sie fällt an, und sie fällt erneut an, wenn Sie das Etikettenformat wechseln.
Funkzulassung und Betrieb in Deutschland
Ein RFID-Drucker ist eine Funkanlage. Für UHF-RFID ist in Europa das Band 865 bis 868 MHz zugeteilt, mit maximal 2 Watt ERP, geregelt in der harmonisierten Norm ETSI EN 302 208 und in Deutschland umgesetzt über eine Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur. Eine gesonderte Anmeldung des einzelnen Geräts ist damit nicht nötig, solange das Gerät der Zuteilung entspricht.
Zwei Punkte gehören trotzdem in jede Beschaffung. Erstens die Landesausführung: Ein Gerät, das auf das amerikanische Band 902 bis 928 MHz eingestellt ist, dürfen Sie in Deutschland nicht betreiben — deshalb der Hinweis im Abschnitt Frequenz. Zweitens der Einkaufsweg: Wer selbst außerhalb der EU bestellt, wird nach Artikel 4 der Verordnung (EU) 2019/1020 zum verantwortlichen Wirtschaftsakteur, mit eigener Anschrift am Gerät, der Pflicht, technische Unterlagen für die Marktüberwachung vorzuhalten, und der Haftung für die Funkkonformität. Dazu kommen ElektroG mit Registrierung bei der stiftung ear, das Batteriegesetz für Akkugeräte wie den Alpha-40L und das Verpackungsgesetz. Über einen europäischen Distributor entfällt das alles.
Die Sendeleistung eines Druckers ist im Übrigen ein anderes Thema als die eines Handhelds. Der Drucker beschreibt einen Chip aus wenigen Zentimetern Abstand und braucht dafür wenig Leistung; das Handheld liest über Meter. Wer die Grundlagen dazu nachlesen will, findet sie im RFID-Ratgeber.
Häufige Fragen zu TSC-RFID-Druckern
Welche TSC-Drucker können RFID-Etiketten für Kleidung beschreiben?
Die mit UHF-RFID: TH240R und TH340R als Tischgeräte, die MB241-Serie und der T4000 als Industriegeräte, der T6000e als Spitzenmodell und der Alpha-40L als mobiles Gerät. Dazu die T800-Serie, deren Zukunft aber offen ist. Die DH-Serie im 4-Zoll-Format hat gar kein RFID, und die 2-Zoll-Geräte führen nur HF-RFID auf 13,56 MHz — damit lassen sich Kleidungsetiketten nicht beschreiben.
Was kostet ein TSC-RFID-Drucker in Deutschland?
Die Spanne ist groß. Der Händler tsc-drucker.com führt die MB241-Serie ab 727,50 Euro netto, allerdings ohne ausgewiesenen Aufpreis für die RFID-Option. Jarltech nennt für den TH240R mit eingebautem UHF-RFID 1.626 Euro, für den Alpha-40L 1.775 Euro und für den T6000e zwischen 3.535 und 5.433 Euro. Für die T800-Serie fanden wir keinen europäischen Preis. Alle Angaben Stand 03.09.2026, die Steuerbasis ist bei Jarltech nicht ausdrücklich ausgewiesen.
Reicht ein Tischdrucker für einen Modeladen?
In aller Regel ja. Der Engpass beim Taggen ist nicht der Drucker, sondern die Hand, die das Etikett anbringt. Wer 4.000 Teile Altbestand auszeichnet, schafft nach unserer Erfahrung 200 bis 300 Teile pro Person und Stunde — ein Tischgerät mit 8 Etiketten pro Sekunde ist dabei nie die Bremse. Industriegeräte lohnen sich erst, wenn täglich über Stunden gedruckt wird.
Warum steht auf dieser Seite kein europäisches Frequenzband?
Weil TSC in keinem der von uns geprüften modellbezogenen Datenblätter eines nennt. Händler geben für mehrere Baureihen „Global 865 bis 928 MHz“ an — das umfasst das europäische und das amerikanische Band, weist aber keines davon für ein konkretes Gerät aus. In Deutschland ist für UHF-RFID das Band 865 bis 868 MHz zugeteilt. Lassen Sie sich die Landesausführung deshalb vor der Bestellung schriftlich bestätigen.
Was bedeutet „Encode During Print“?
Der Drucker beschreibt den RFID-Chip, während das Etikett schon gedruckt wird, statt danach in einem zweiten Durchlauf. Das spart Zeit und macht das Gerät toleranter gegenüber Etiketten, deren Chip nicht exakt an derselben Stelle sitzt. TSC führt die Funktion für T4000, MB241, T6000e und die TH-Serie.
Kann ich RFID bei einem TSC-Drucker nachrüsten?
Das hängt von der Baureihe ab. Bei der TH-Serie im 4-Zoll-Format ist das eingebaute RFID-Modul laut TSC ausschließlich Werksoption — nachrüsten lässt sich nur ein externes Modul als Abreiß- oder Schneideeinheit. Für die MB241-Serie nennt TSC RFID sowohl als Werksoption als auch als Nachrüstsatz über den Händler. Klären Sie das vor der Bestellung, ein falsch bestelltes Gerät lässt sich nicht umbauen.
Braucht ein RFID-Drucker besondere Etiketten?
Ja. Ein RFID-Etikett enthält eine Antenne und einen Chip, ist dadurch dicker als ein normales Etikett und kostet im Modehandel in Kleinmengen rund 12 bis 15 Cent pro Stück. Der Drucker muss außerdem wissen, wo im Etikett der Chip sitzt; dafür haben alle hier genannten Geräte eine automatische Kalibrierung, die drei bis vier Etiketten vorschiebt und die Position selbst bestimmt.
Ist ein 203-dpi-Drucker ausreichend oder brauche ich 300 dpi?
Für Barcodes und normale Preisauszeichnung reichen 203 dpi. 300 dpi lohnen sich, wenn kleine Schrift, ein feines Logo oder sehr kompakte Codes auf ein schmales Anhängeetikett sollen. Der Aufpreis liegt je nach Baureihe bei rund 100 bis 350 Euro, und die Druckgeschwindigkeit sinkt: beim TH240R von 8 auf 6 Zoll pro Sekunde.
Drucker, Handheld, Etiketten und Software aus einer Hand
Wir liefern die Hardware eingerichtet, mit fertigem Etikettenlayout und einer Einweisung von rund einer halben Stunde. Die Software kostet 99 Euro im Monat und Standort, die Hardware aus RFID-Drucker und Handheld 2.900 Euro einmalig, Etiketten rund 12 Cent pro Stück nach Verbrauch. Die Übergabe an Ihr Kassensystem läuft über CSV oder Excel. Alle Preise netto.
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Quellen und Stand der Angaben
Alle Datenblattwerte auf dieser Seite sind Herstellerangaben. Wo wir gerechnet oder eingeordnet haben, steht es im Text. Wo eine Angabe fehlt oder sich widerspricht, steht auch das im Text. Abrufdatum aller Onlinequellen ist der 03.09.2026.
- TSC Auto ID: RFID-Drucker, Übersicht EMEA — Einteilung in Desktop, Mobil und Industrie, Baureihen DH und TH (2 und 4 Zoll), T800, Alpha, MB, T4000, T6000e (4 und 6 Zoll).
- TSC Auto ID: Produktseite TH-Serie 4 Zoll — eingebautes RFID ausschließlich als Werksoption, extern alternativ ein Abreiß- oder Schneidemodul; unterstützte RFID-Funktionen über TSC Console Web sind Kalibrierung, Lesen und Schreiben; On-Metal-Etiketten nur in ausgewählter Ausführung geprüft.
- TSC Auto ID: Meldung „TSC Auto ID Unveils New Upgrades for TH Series Desktop Printers“ vom 30.09.2025 — RAIN-UHF-RFID mit „Encode During Print“ und automatischer Kalibrierung für die 4-Zoll-TH-Serie.
- TSC Auto ID: Datenblatt T4000-Serie (PDF) — RAIN UHF Passive nach GS1 EPC Gen2 v2 / ISO 18000-63, kleinster Etikettenabstand 0,625 Zoll (15,9 mm), On-Metal bis 1,2 mm, 12 bzw. 10 Zoll pro Sekunde, Maße 264 × 276 × 455 mm, 10 kg, 0 bis 40 °C.
- TSC Auto ID: Datenblatt MB241-Serie (PDF) — RAIN UHF Passive nach GS1 EPC Gen2 v2 / ISO 18000-63, externe feste Antenne oberhalb des Mediums, On-Metal bis 1,65 mm, kleinster Etikettenabstand 15,9 mm, 256 MB Flash und 256 MB SDRAM, Maße 248 × 274 × 436 mm, 9,1 kg.
- TSC Auto ID: Broschüre RFID-Drucker — „Encode During Print“, automatische Etikettenkalibrierung, Etikettenabstand bis herunter zu 0,625 Zoll, unterstützte Chipfamilien Alien, Asygn, Axzon, EM Micro, Fudan, Impinj, Kiloway, NXP, Tego.
- TSC Auto ID: Produktseiten T6000e 4 Zoll und 6 Zoll — 203, 300 und 600 dpi bzw. 203 und 300 dpi, 356 bis 152 mm/s, Druckbreite 104 bzw. 166,4 mm, Farbband bis 450 m, RAM 512 MB, Betriebstemperatur −5 bis +40 °C, MTBF 15.000 Stunden, optionale Barcode-Prüfung.
- TSC Auto ID: Produktseite Alpha-Serie 4 Zoll — Alpha-40L mit 203 dpi, 127 mm/s, Druckbreite 104 mm, reiner Thermodirektdruck, Rollendurchmesser bis 67 mm und bei RFID-Medien empfohlen bis 62 mm, kleinste Etikettenlänge 15,9 mm, automatische Kalibrierung über drei bis vier Etiketten.
- TSC Auto ID: Liste eingestellter Produkte — der Alpha-40L wird dort als Nachfolger der abgekündigten Modelle Alpha-4L und M4L2 geführt; T800, T4000 und T6000e stehen am 03.09.2026 nicht auf dieser Liste.
- Impinj: Partnerseite zum TSC T800 Desktop RFID Printer — als verbautes Impinj-Produkt ist dort das Modul E310 genannt. Für die übrigen TSC-Baureihen fanden wir keine Angabe zum verbauten Lesemodul.
- Preisquellen Europa, alle abgerufen am 03.09.2026: jarltech.com für TH240R, T6000e und Alpha-40L, ausgewiesen als „recommended retail price“ ohne ausdrückliche Angabe der Steuerbasis; tsc-drucker.com für MB241-Serie und T4000, dort mit dem Zusatz „zzgl. MwSt.“; aidet.es (Spanien) für den TH340R mit netto und brutto nebeneinander.
- Lebenszyklus-Angaben von US-Händlern, abgerufen am 03.09.2026: advanced-automationinc.com markiert T82R-100-1 als „discontinued“ mit Ersatz TH240R-A001-0001; atlasrfidstore.com vermerkt für T800 und T4000 „reaching end-of-life“ und nennt für den T4000 den MB241T als Ersatz. Diese Angaben stammen von Händlern, nicht von TSC.
- US-Preise zur Einordnung, bewusst nicht in Euro umgerechnet: barcodefactory.com 1.300,88 USD und durafastlabel.com 1.920 USD für T82R-100-1; rfid4ustore.com 3.075,00 USD für den T4000; atlasrfidstore.com 2.917,00 USD für den MB241T und 1.510,00 USD für den Alpha-40L. Abruf 03.09.2026, Steuerbasis auf keiner dieser Seiten ausgewiesen.
- ETSI: EN 302 208 V3.4.1 (2023-12) — 865 bis 868 MHz mit bis zu 2 W ERP. Bundesnetzagentur: Allgemeinzuteilung für RFID-Funkanlagen im Bereich 865 bis 868 MHz. Verordnung (EU) 2019/1020, Artikel 4 — Pflichten des verantwortlichen Wirtschaftsakteurs.