Bluebird RFR900: der günstigere der beiden Sleds
900 Tags pro Sekunde, nominal sechs Meter, europäisches Band auf der Herstellerseite belegt — technisch ist der RFR900 solide Mittelklasse und für die Inventur in einem Modeladen mehr als ausreichend. Bemerkenswert ist die Quellenlage: Bei vier Angaben widersprechen sich Herstellerseite und Fachhändler. Diese Seite nennt beide Werte und sagt, welcher davon im Laden einen Unterschied macht.
- Was der RFR900 ist
- Bluebird gehört seit 2024 zu TSC
- RFID-Leistung und Frequenzen
- Vier Angaben, bei denen sich die Quellen widersprechen
- Ohne Wirtsgerät zählt der Sled nichts
- Technische Daten
- Preis und Folgekosten
- Wofür dieses Gerät nicht taugt
- Alternativen im Vergleich
- Funkzulassung in Europa
- Häufige Fragen
Was der RFR900 ist
Ein reiner UHF-RFID-Leser mit Pistolengriff, der auf einen vorhandenen Bluebird-Mobilcomputer gesteckt wird. Kein Display, kein Barcodescanner, keine eigene Software — das alles kommt vom Wirtsgerät. Für einen Betrieb, der Bluebird-Geräte im Einsatz hat, ist er der günstige Weg zu RFID; für einen Neueinstieg ist er die halbe Lösung.
Anders als der neuere RFR901 hat der RFR900 keine Universalhalterung für gewöhnliche Smartphones. Die Händlerlistings führen für jedes kompatible Bluebird-Modell eine eigene Sled-Variante — EF400, EF401, EF500, EF500R, EF501, EF501R, EF550, EF550R und HF550X —, erkennbar am Suffix der Artikelnummer. Das ist der wichtigste Punkt bei der Bestellung: Ein RFR900 passt nicht generisch, sondern zu einem bestimmten Host.
Bluebird gehört seit 2024 zu TSC
TSC Auto ID Technology hat 96,51 Prozent der Anteile an Bluebird Inc. übernommen. Angekündigt am 31. Juli 2024, vollzogen am 24. November 2024, Kaufpreis 120 Milliarden koreanische Won. Bluebird bleibt laut gemeinsamer Meldung operativ eigenständig und behält den Markennamen.
Praktisch heißt das: Wer die RFID-Drucker von TSC einsetzt, kann Drucker und Lesegerät aus derselben Unternehmensgruppe beziehen. Ein Ansprechpartner, ein Vertriebsweg, ein Servicekanal — im Störungsfall ist das mehr wert als ein kleiner Preisunterschied, weil Zuständigkeitsfragen zwischen zwei Herstellern Zeit kosten.
RFID-Leistung und Frequenzen
900+ Tags pro Sekunde und nominal 20+ ft beziehungsweise 6+ Meter. Für Europa nennt die Herstellerseite 865 bis 868 MHz. Eine Sendeleistung in dBm steht dort nicht — anders als beim RFR901, dessen Datenblatt sie für jedes Band ausweist.
| Region | Band laut TSC-Produktseite |
|---|---|
| USA | 902–928 MHz |
| Europa | 865–868 MHz |
| Japan 1 | 916–921 MHz |
| Japan 2 | 916–923 MHz |
| China | 920,5–924,5 MHz |
| Russische Föderation | 866–868 MHz |
Quelle: Produktseite Bluebird RFR900 bei TSC EMEA, abgerufen am 04.09.2026. Anders als beim RFR901 fehlt hier das obere europäische Band 915 bis 921 MHz, das ETSI EN 302 208 zusätzlich kennt. Ob der RFR900 es nicht beherrscht oder die Seite es nur nicht aufführt, lässt sich von außen nicht entscheiden — wir tragen es deshalb nicht ein.
Zur Einordnung der Leserate: 900 Tags pro Sekunde bedeuten rechnerisch, dass 4.000 Teile in gut vier Sekunden gelesen wären. Im Laden ist die Leserate nie der Engpass; die Zeit geht für das Ablaufen der Fläche drauf, für Stapelware und für obere Regalböden. Entscheidend ist die Reichweite — und die nominalen sechs Meter sind ein Freifeldwert ohne genannte Messbedingung. Zwischen Textil und Metallständern rechnen wir mit zwei bis fünf Metern. Das ist unsere Einschätzung, keine Herstellerangabe.
Vier Angaben, bei denen sich die Quellen widersprechen
Schutzart, Akkukapazität, Gewicht und Encoder werden von der Herstellerseite anders angegeben als von zwei Fachhändlern. Drei davon sind für den Ladenalltag folgenlos. Einer nicht: Zwischen IP42 und IP54 liegt der Unterschied zwischen Tropfschutz und Spritzwasserschutz.
| Angabe | TSC-Produktseite | Fachhändler | Relevanz |
|---|---|---|---|
| Schutzart | IP54 | IP42 | hoch — bestätigen lassen, wenn das Gerät ins Lager geht |
| Standardakku | 3,6 V / 3.400 mAh | 3,64 V / 3.050 mAh | mittel — mögliche Akkugeneration ohne Namensänderung |
| Gewicht | 333 g | 328 g | gering |
| Encoder | Impinj R2000 oder R500 | Impinj E710 | mittel — R2000 und R500 sind laut Impinj abgekündigt |
Beim Encoder sprechen zwei Gründe für die Händlerangabe. Erstens steht auf der TSC-Seite zum RFR901 wortgleich dasselbe, was auf einen generischen Textbaustein hindeutet. Zweitens hat Impinj die Reader-Chips R2000 und R500 offiziell abgekündigt. Wir behaupten trotzdem nicht, der RFR900 habe einen E710 — wir nennen beide Angaben und ihre Quelle.
Ein fünfter Punkt ist eher ein Redaktionsfehler als ein Widerspruch: Die TSC-Produktseite führt in derselben Spezifikationstabelle ein Display mit 5,5 Zoll und 1440 × 720 Bildpunkten auf. Ein Sled hat kein Display. Die Seite mischt hier offenbar Angaben des Wirtsgeräts unter die des Aufsteckgeräts. Wir übernehmen den Wert deshalb nicht.
Ohne Wirtsgerät zählt der Sled nichts
Der RFR900 kostet zwischen 1.181,01 und 1.239,15 Euro netto. Das ist der Sled. Dazu kommt der Bluebird-Mobilcomputer, auf den er gesteckt wird — und für den wir keinen europäischen Preis mit ausgewiesener Steuerbasis gefunden haben. Erst die Summe ist mit einem integrierten Handheld vergleichbar.
Das ist der entscheidende Unterschied zu einem Gerät wie dem Zebra TC22R, der für rund 1.295 Euro netto alles in einem Gehäuse mitbringt. Ein Sled lohnt sich, wenn das Wirtsgerät bereits da ist oder ohnehin gebraucht wird — etwa weil im Wareneingang mit demselben Mobilcomputer gebucht wird. Wer bei null anfängt und nur zählen will, zahlt beim Sled zweimal und verwaltet zwei Akkus und zwei Ladeschalen.
Technische Daten
- Bauform
- Sled mit Pistolengriff, kein Display, kein eigener Barcodescanner
- UHF-Modul
- Impinj E710 laut Händlern; TSC-Seite nennt abweichend R2000 oder R500
- Lesereichweite
- 6+ m nominal (20+ ft), Messbedingung nicht angegeben
- Leserate
- 900+ Tags pro Sekunde
- EU-Frequenz
- 865–868 MHz (TSC-Produktseite); Sendeleistung nicht genannt
- Akku
- wechselbar, 3,6 V / 3.400 mAh – Händlerangabe abweichend 3.050 mAh
- Gewicht und Schutz
- 333 g (Händler: 328 g) · IP54 oder IP42, je nach Quelle
- Sturz
- 1,2 m nach MIL-STD-810G; 1000 Stürze aus 0,5 m im Tumbler
- Wirtsgeräte
- Bluebird EF-Serie und HF550X, je nach Sled-Variante
- Preis
- 1.181,01–1.239,15 € netto (jarltech.com, 04.09.2026) – ohne Wirtsgerät
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Leserate | 900+ Tags pro Sekunde |
| Lesereichweite | 20+ ft / 6+ m nominal, Messbedingung nicht angegeben |
| Encoder | Impinj E710 laut Händlern; TSC-Seite nennt „Impinj R2000 or R500“ |
| Luftschnittstelle | nicht auffindbar — für dieses Modell nirgends explizit benannt |
| Frequenzen | US 902–928, EU 865–868, JP 916–921 und 916–923, CN 920,5–924,5, RU 866–868 MHz |
| Sendeleistung | nicht auffindbar |
| Akku | wechselbar, 3,6 V / 3.400 mAh; erweitert 3,65 V / 4.000 mAh |
| Maße | 146,2 × 70 × 148,7 mm |
| Gewicht | 333 g (Händler: 328 g) |
| Schutzart | IP54 laut TSC, IP42 laut Händlern |
| Sturz | 1,2 m nach MIL-STD-810G; 1000 Stürze aus 0,5 m im Tumbler |
| Betriebstemperatur | nicht auffindbar |
| Display, Barcode | keines — reines RFID-Gerät |
Quellen: Produktseite Bluebird RFR900 bei TSC EMEA sowie die Listings von barcodefactory.com und jarltech.com, alle abgerufen am 04.09.2026. Wo sich die Quellen widersprechen, steht der Widerspruch in der Tabelle. „Nicht auffindbar“ heißt: Der Wert steht in keiner der von uns geprüften Unterlagen; wir tragen ihn nicht aus dem Datenblatt des RFR901 nach.
Preis und Folgekosten
1.181,01 bis 1.239,15 Euro netto beim Distributor Jarltech, je nach Sled-Variante; die Seite weist die Preise ausdrücklich als Nettobeträge aus. Das ist der Sled allein. Dazu kommen Wirtsgerät, Ladelösung, Zweitakku und in jedem Fall die Etiketten — der größte laufende Posten.
| Position | Preis | Quelle und Stand |
|---|---|---|
| Bluebird RFR900, je nach Variante | 1.181,01–1.239,15 € netto | jarltech.com, Seitenhinweis „Prices are in EUR, exclusive of VAT“, 04.09.2026 |
| Bluebird RFR901, das stärkere Modell | 1.239,15 € netto | jarltech.com, 04.09.2026 |
| Wirtsgerät | nicht belegt | kein europäischer Preis mit ausgewiesener Steuerbasis gefunden |
Händlerpreise sind Momentaufnahmen, Projektpreise liegen häufig darunter. HANGCOUNT verkauft dieses Gerät nicht zu den genannten Händlerpreisen — wir ordnen es ein. Auffällig ist, dass die obere Preisspanne des RFR900 den Preis des stärkeren RFR901 erreicht: Wer ohnehin am oberen Ende landet, sollte den RFR901 mit anfragen.
Was neben dem Sled anfällt
- Wirtsgerät. Der Sled passt nicht generisch, sondern zu einem bestimmten Bluebird-Modell. Die Artikelnummer muss zum Host passen.
- Etiketten. Der größte laufende Posten. Passive UHF-Etiketten kosten im Modehandel in Kleinmengen rund 12 bis 15 Cent pro Stück; bei 4.000 Teilen Altbestand sind das 480 bis 600 Euro einmalig, dazu die Neuware.
- Ladelösung und Zweitakku. Beim Sled doppelt, weil Sled und Wirtsgerät je einen eigenen Akku haben.
- Software. Ohne Bestandsführung ist ein RFID-Leser ein Gerät, das Nummern anzeigt. Die Zuordnung Nummer zu Artikel und die Übergabe an die Kasse macht die Software.
Wofür dieses Gerät nicht taugt
- 900+ Tags pro Sekunde – für die Inventur eines Ladens deutlich mehr als nötig
- Europäisches Band 865–868 MHz auf der Herstellerdomain belegt
- Wechselakku, 1,2 m Sturz nach MIL-STD-810G, 1000 Stürze im Tumbler
- Günstiger als der RFR901, wenn die untere Preisstufe passt
- Hersteller in der TSC-Gruppe – ein Vertriebsweg für Drucker und Lesegerät
- Kein Display, kein Barcodescanner — ohne Wirtsgerät nicht einsatzfähig
- Keine Universalhalterung — passt nur auf bestimmte Bluebird-Modelle
- Schutzart widersprüchlich: IP54 oder IP42, je nach Quelle
- Encoder, Luftschnittstelle, Sendeleistung und Betriebstemperatur nicht belegt
- Obere Preisstufe erreicht den Preis des stärkeren RFR901
- Am Kassenplatz unbrauchbar — dafür ist der Pistolengriff die falsche Bauform
Der RFR900 ist kein schlechtes Gerät — er ist ein Gerät mit einer dünneren Aktenlage als sein Nachfolger. Wer ihn kauft, sollte sich Schutzart, Encoder und Betriebstemperatur vom Händler schriftlich geben lassen. Wer diese Mühe nicht will und ohnehin im oberen Preisbereich landet, nimmt den RFR901, dessen Datenblatt alle vier Angaben enthält.
Alternativen im Vergleich
| Gerät | Bauform | Reichweite | Tags/s | Preis netto |
|---|---|---|---|---|
| Bluebird RFR900 | Sled, braucht Wirtsgerät | 6+ m nominal | 900+ | ab 1.181,01 € |
| Bluebird RFR901 | Sled, auch für Smartphones | 10+ m nominal | 1.300+ | 1.239,15 € |
| Zebra RFD40 | Sled, braucht Host | 6+ m | 1.300+ | ab 839 € |
| Zebra TC22R | integriertes Handheld | 12,2 m nominal | 1.300 | 1.295 € |
| Chainway C72 | integriertes Handheld | 26–30 m nominal | 1.300+ | 942 € |
Nominale Reichweiten sind Herstellerangaben unter jeweils eigenen Messbedingungen und untereinander nicht direkt vergleichbar. Preise netto mit Quelle, Stand 04.09.2026 beziehungsweise 31.08.2026 für Chainway.
RFR900 gegen RFD40. Beide sind Sleds und brauchen einen Host. Der Zebra-Sled ist in der Grundausstattung deutlich günstiger und liest schneller, verlangt aber ein Zebra-Handheld und den passenden eConnex-Adapter. Der Bluebird ist die naheliegende Wahl, wenn Bluebird-Mobilcomputer bereits im Einsatz sind.
Funkzulassung in Europa
In Europa arbeitet UHF-RFID nach ETSI EN 302 208 im Band 865 bis 868 MHz mit bis zu 2 W ERP. Für den RFR900 nennt die Herstellerseite genau dieses Band als europäische Variante. US-Geräte auf 902 bis 928 MHz dürfen in Deutschland nicht betrieben werden — die Regionsvariante steht im Suffix der Artikelnummer.
Für den Betrieb im zugeteilten Band brauchen Sie keine Genehmigung der Bundesnetzagentur: Es gilt eine Allgemeinzuteilung. Voraussetzung ist, dass das Gerät der Norm entspricht, eine CE-Kennzeichnung trägt und eine EU-Konformitätserklärung des Herstellers vorliegt. Lassen Sie sich beides vor dem Kauf geben und legen Sie es zu den Geräteunterlagen — bei diesem Gerät zusammen mit der schriftlichen Bestätigung der Schutzart.
Beim Eigenimport aus einem Drittland werden Sie nach Artikel 4 der Verordnung (EU) 2019/1020 selbst zum verantwortlichen Wirtschaftsakteur und tragen dazu die Registrierungspflichten nach ElektroG, BattG und VerpackG. Für das Vereinigte Königreich gilt seit dem Austritt ein eigener Rahmen mit Ofcom IR 2030 und UKCA-Kennzeichnung.
Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die jeweils geltende Fassung von ETSI EN 302 208 und die Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur.
Häufige Fragen zum Bluebird RFR900
Was ist der Unterschied zwischen RFR900 und RFR901?
Der RFR901 ist die stärkere Ausführung: 1.300+ statt 900+ Tags pro Sekunde, nominal 10+ statt 6+ Meter, 4.900 statt 3.400 Milliamperestunden, optional kabelloses Laden und eine Universalhalterung für gewöhnliche Smartphones. Der RFR900 ist dafür leichter und günstiger. TSC führt beide parallel; einen Abkündigungshinweis für den RFR900 haben wir nicht gefunden. Die Einzelheiten stehen auf unserer Seite zum RFR901.
Was kostet der Bluebird RFR900?
Der Distributor Jarltech nennt je nach Ausführung 1.181,01 bis 1.239,15 Euro netto; die Seite weist ausdrücklich aus, dass die Preise in Euro und ohne Mehrwertsteuer gelten. Das ist der Preis für den Sled allein. Ein Wirtsgerät kommt hinzu, denn der RFR900 hat weder Display noch eigene Software.
Welches Frequenzband nutzt der RFR900 in Europa?
865 bis 868 Megahertz. Das steht auf der Produktseite von TSC EMEA, also auf einer Herstellerdomain, zusammen mit den übrigen Regionsvarianten: USA 902 bis 928, Japan 916 bis 921 und 916 bis 923, China 920,5 bis 924,5 und Russische Föderation 866 bis 868 Megahertz. Eine Sendeleistung in dBm nennt die Seite nicht — anders als das Datenblatt des RFR901.
Welcher Chip steckt im RFR900?
Hier widersprechen sich die Quellen. Zwei Fachhändler nennen den Impinj E710. Die Produktseite von TSC EMEA nennt „Impinj R2000 or R500“ — dieselbe Formulierung steht dort auch beim RFR901, und beide Bausteine sind laut Impinj offiziell abgekündigt. Wir halten den TSC-Text für einen generischen Baustein und nennen beide Angaben nebeneinander, statt eine davon wegzulassen.
Auf welche Geräte passt der RFR900?
Händlerlistings nennen die Bluebird-Modelle EF400, EF401, EF500, EF500R, EF501, EF501R, EF550, EF550R und HF550X; für jedes gibt es eine eigene Sled-Variante, erkennbar am Suffix der Artikelnummer. Die TSC-Produktseite selbst schreibt nur allgemein, das Gerät sei „designed to attach to Bluebird's enterprise mobile computers and tablets“, ohne Modelle zu nennen. Lassen Sie sich die Kompatibilität für Ihr konkretes Gerät bestätigen.
Ist der RFR900 IP54 oder IP42?
Beides steht in den Quellen. Die Produktseite von TSC EMEA nennt IP54, zwei Fachhändler nennen IP42. Der Unterschied ist im Laden nicht akademisch: IP42 schützt gegen senkrecht fallende Tropfen, IP54 gegen Spritzwasser aus allen Richtungen und zusätzlich gegen Staub. Wenn das Gerät auch im Wareneingang oder im Lager benutzt wird, lassen Sie sich die Schutzart schriftlich bestätigen.
Gehört Bluebird zu TSC?
Ja. TSC Auto ID Technology hat 96,51 Prozent der Anteile an Bluebird Inc. übernommen — angekündigt am 31. Juli 2024, vollzogen am 24. November 2024. Bluebird bleibt laut der gemeinsamen Meldung operativ eigenständig und behält den Markennamen. Wer bereits TSC-RFID-Drucker einsetzt, bezieht die Lesegeräte damit aus derselben Unternehmensgruppe.
Reicht der RFR900 für eine Inventur im Modeladen?
Ja, von der Leistung her deutlich. 900 Tags pro Sekunde bedeuten rechnerisch, dass 4.000 Teile in gut vier Sekunden gelesen wären — der Engpass ist im Laden nie die Leserate, sondern das Ablaufen der Fläche. Die nominalen sechs Meter sind ein Freifeldwert; zwischen Textil und Metallständern rechnen wir mit zwei bis fünf. Die eigentliche Frage ist nicht die Leistung, sondern ob Sie ein Wirtsgerät haben oder ohnehin brauchen.
Hardware, Software und Etiketten aus einer Hand.
HANGCOUNT liefert RFID-Bestandsführung für Modeläden, Boutiquen und Sportfachgeschäfte: Software 99 Euro im Monat pro Standort, dazu einmalig 2.900 Euro für RFID-Drucker und Handheld — eingerichtet geliefert, Einweisung inklusive. Etiketten kommen mit rund 12 Cent pro Stück nach Verbrauch dazu. Alle Preise netto.
Woher die Zahlen stammen
- TSC Auto ID, Produktseite Bluebird RFR900 – Leserate 900+ Tags/s, Lesereichweite 20+ ft / 6+ m, Frequenzen US 902–928, EU 865–868, JP1 916–921, JP2 916–923, CN 920,5–924,5 und RU 866–868 MHz, Maße 146,2 × 70 × 148,7 mm, 333 g, Akku 3,6 V / 3.400 mAh (erweitert 3,65 V / 4.000 mAh), Sturz 1,2 m nach MIL-STD-810G, 1000 Stürze aus 0,5 m. Abgerufen am 04.09.2026.
- Abweichende Händlerangaben, ebenfalls abgerufen am 04.09.2026: barcodefactory.com und jarltech.com nennen Impinj E710 als Encoder, IP42 als Schutzart, 328 g als Gewicht und 3,64 V / 3.050 mAh als Standardakku. Dieselben Quellen führen die kompatiblen Wirtsgeräte EF400, EF401, EF500, EF500R, EF501, EF501R, EF550, EF550R und HF550X auf.
- Impinj, Mitteilung zur Abkündigung der Reader-Chips Indy R500 und R2000 – Grundlage für unsere Einschätzung, dass die Encoder-Angabe auf der TSC-Produktseite ein veralteter Textbaustein ist. Abgerufen am 04.09.2026.
- TSC Auto ID, Meldung „TSC Auto ID Acquires Bluebird Inc.“ vom 25.11.2024 sowie Kapitalmarktmeldungen zur Transaktion: Erwerb von 96,51 % der Anteile, angekündigt am 31.07.2024, vollzogen am 24.11.2024, Kaufpreis KRW 120 Mrd. Abgerufen am 04.09.2026.
- Nicht belegt und deshalb auf dieser Seite nicht behauptet: Luftschnittstelle, Sendeleistung und Betriebstemperatur des RFR900 sowie ein europäischer Preis für die Bluebird-Wirtsgeräte. Die entsprechenden Werte des RFR901 gelten dort und nicht hier.
- ETSI EN 302 208 V3.4.1 (2023-12) – 865 bis 868 MHz mit bis zu 2 W ERP, zusätzlich 915 bis 921 MHz mit bis zu 4 W ERP; CEPT ERC/REC 70-03; Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur; Verordnung (EU) 2019/1020, Artikel 4.